Coronavirus und Sexualität: So drastisch sind die Auswirkungen auf Beziehungen

Die Covid-19-Pandemie hat starke Auswirkungen auf unseren Alltag und alle Lebensbereiche. Sexualität ist da keine Ausnahme. Wir haben es für euch zusammengefasst.

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Egal ob jeder bei sich isoliert ist oder sie gemeinsam leben, der Beziehungsalltag von Paaren wird durch das Coronavirus und die Ausgangsbeschränkungen stark beeinträchtigt. Libido, Distanz, Streit, … Der Sextoy-Hersteller We-Vibe hat 1200 Personen zu den Auswirkungen der Epidemie auf ihr Sexleben befragt.

Vermehrte Lust

Auch wenn von Sex wegen der Ansteckungsgefahr eher abgeraten wird, gibt trotzdem jede dritte befragte Person an, eine verstärkte Libido bemerkt zu haben. Die Folge? Jeder fünfte Befragte behauptet, mehr Sex zu haben als gewöhnlich. Euer Sexualleben hängt stark von eurem Alltag ab. In Quarantäne seid ihr weniger müde, gestresst oder beansprucht… und dadurch zugänglicher für intime Momente.

Covid-19 beeinflusst bereits einen großen Teil unseres Alltags - und auch unser Liebesleben.  Justin Paget / Getty Images

Und schließlich ist es nicht das Schlimmste in dieser schwierigen Zeit. Dazu kommt, dass Sex als zeitfüllende Aktivität tatsächlich viele Vorteile bietet:

  • Sex stärkt euer Immunsystem, das gerade in Bestform sein sollte, um gegen das Coronavirus anzukämpfen.
  • Beim Sex werden Endorphine freigesetzt, also Hormone, die Angstgefühle in Bezug auf die momentane Situation reduzieren, und besseren Schlaf ermöglichen.
  • Beim Sex produziert ihr auch Dopamin, das Glückshormon, das ihr in Zeiten der Krise gut brauchen könnt.
  • Sex fördert auch die Produktion von Oxytozin, das Hormon, das mit sozialer Bindung in Zusammenhang gebracht wird und bei Paaren für Nähe sorgt.
  • Sex verbrennt Kalorien, was gerade jetzt gelegen kommt, wo andere körperliche Aktivitäten eingeschränkt sind.

Obwohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Coronavirus nicht als sexuell übertragbare Krankheit klassifiziert hat, so geht ihr beim Küssen einer infizierten Person natürlich ein Risiko ein. Schutzmaßnahmen wie Abstandhalten, Händewaschen und andere Grundregeln der Coronakrise gelten weiterhin.

Distanz führt zu Mangelerscheinungen

Auch bei Alleinlebenden flaut die Lust nicht ab: 73% der Paare, die getrennt isoliert sind, haben ein stärkeres Bedürfnis, zu masturbieren. Denn der Hälfte von ihnen fehlt Körperkontakt (55%) und Sex (53%) mehr als sonst. Um die Beziehung aufrechtzuerhalten, setzt jedes dritte Paar vermehrt auf Videoanrufe. Eine Methode, die auch Singles nutzen, um weiterhin online Menschen kennenzulernen.

Für getrennte Verliebte gibt es jedoch einige Tricks, mit denen ihr auch ohne Kontakt euer Sexleben bewahren könnt. Übers Smartphone könnt ihr euch in Stimmung bringen, aber es gibt auch andere Technologien, Spaß machen können. Die Marke We-Vibe, zum Beispiel, bietet Sexspielzeug an, das ferngesteuert werden kann, sogar wenn euer Partner auf einem anderen Kontinent ist, oder sich einfach woanders isolieren muss. Das Prinzip ist einfach: das Gerät kann über eine Handy-App in Betrieb genommen werden.

Nicht nur sexuelle Spannungen

Nach Aufheben der Ausgangssperre in China steigt die Zahl der Scheidungen explosionsartig an. Unter den Befragten sind übrigens 78% der Meinung, dass sich Trennungen aufgrund der derzeitigen Situation häufen werden. Ein Viertel der Befragten musste ihre Hochzeitspläne verschieben… Und weil die Ausgangssperre den Alltag nicht einfacher macht sondern Spannungen eher verstärkt, hat jeder sechste Befragte den Eindruck, dass sein Partner öfter wütend auf ihn ist. Um also die Zweisamkeit auf engem Raum gut zu meistern, folgt unseren Ratschlägen.

*Bei der Umfrage wurden von 20. bis 22. März 2020 die Teilnehmer von "MasturbaTEAM" befragt, internationale Tester von Sexspielzeug. Die Teilnehmer kommen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und den USA.