Coronavirus: Ärzte warnen vor neuer Spätfolge!
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Coronavirus: Ärzte warnen vor neuer Spätfolge!

Britische Ärzte haben soeben den ersten Fall von plötzlicher und völliger Taubheit im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Eine mögliche neue Nachwirkung, die die Ärzte genauer überwachen wollen.

Die Zahl der mit Covid-19 infizierten Patienten nimmt weltweit weiterhin exponentiell zu. In unterschiedlichem Ausmaß können bei Patienten Folgen auftreten, die mit der Virusinfektion zusammenhängen. Heute warnen Ärzte im Vereinigten Königreich, dass Gehörlosigkeit eine von ihnen sein könnte. In einem Artikel, der in der medizinischen Fachzeitschrift BMJ Case Reports veröffentlicht wurde, heißt es, dass sie den ersten Patienten im Land gemeldet hätten, der infolge des Coronavirus plötzlich und vollständig ertaubt sei. Die Forscher erklären:

Trotz der umfangreichen Literatur zu Covid-19 und den verschiedenen Symptomen, die mit dem Virus verbunden sind, fehlt es an einer Diskussion über den Zusammenhang zwischen Covid-19 und dem Gehör.

Plötzlicher Hörverlust

Bei dem von den Ärzten gemeldeten Patienten handelt es sich um einen 45-jährigen Mann, der in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, nachdem er sich mit dem Coronavirus infiziert hatte. Da er Asthmatiker ist, musste er in seinem Zustand auf der Intensivstation an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden.

Nach einigen Tagen Behandlung wurde er schließlich entlassen. Doch eine Woche nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus bemerkte er Tinnitus in seinem linken Ohr. Schließlich konnte er gar nichts mehr hören. Er ging zurück ins Krankenhaus, um sich untersuchen zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt fanden die HNOs keine Entzündung oder Schädigung seines Hörsystems.

Ein Hörtest bestätigte jedoch die Taubheit. Der Patient unterzog sich daher einer Kortikoidbehandlung, die es ihm ermöglichte, ein gewisses Hörvermögen wiederzuerlangen. Nach weiteren Tests schlossen die Ärzte jede andere Krankheit aus, die die Taubheit verursacht haben könnte, und wiesen auf das Coronavirus hin.

Um diese Art von Situation zu vermeiden, empfehlen Ärzte daher, bei der Aufnahme von Patienten mit Covid-19 eine Diagnose zu stellen, um so schnell wie möglich wesentlich wirksamere steroidbasierte Behandlungen einzuleiten.

Taubheit ist gar nicht so selten

Wie Ärzte betonen, sind Patienten regelmäßig von Hörverlust betroffen. Jedes Jahr gibt es 5 bis 160 Fälle pro 100.000 Menschen. Wenn dies geschieht, kann es die Folge eines blockierten Gefäßes oder einer Virusinfektion sein.

An obigem Fall ist auffällig, dass Zellen im Ohr gefunden wurden, die denen ähneln, die die Lunge besiedeln, wenn ein Patient mit dem Coronavirus infiziert ist. Das Coronavirus ist auch für Entzündungen und eine erhöhte Produktion von Zytokinen (Erregern des Immunsystems) verantwortlich, die an der Schwerhörigkeit beteiligt sind.

Von Fred Eilig

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