Coronavirus: Diese Ansteckungsgefahr besteht innerhalb der Familie
Coronavirus: Diese Ansteckungsgefahr besteht innerhalb der Familie
Coronavirus: Diese Ansteckungsgefahr besteht innerhalb der Familie
Weiterlesen

Coronavirus: Diese Ansteckungsgefahr besteht innerhalb der Familie

Wenn ihr den geringsten Zweifel an eurem Gesundheitszustand habt, isoliert euch, selbst vor den Mitgliedern eurer Familie. Eine neue Untersuchung zeigt die Ansteckungsgefahren innerhalb eines einzelnen Haushalts auf, denn niemand bleibt verschont, selbst nicht die Jüngsten.

Seit dem Beginn der Coronavirus-Pandemie versuchen Forscher wie Behörden mehr über das Übertragungsrisiko des Virus zu erfahren, das zwischen den Mitgliedern ein und derselben Familie besteht. Eine neue Studie warnt gerade vor einer äußerst schnellen Verbreitung des Virus innerhalb einzelner Familien.

Lüften ist wichtiger als nie zuvor  DjordjeDjurdjevic@Getty Images

Eine ultraschnelle Übertragung

Das Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in den USA hat diese Studie durchgeführt. Das Ziel der am 30. Oktober 2020 veröffentlichten Studie war, Übertragungswege von SARS-CoV-2 innerhalb einzelner Haushalte besser zu verstehen. Waren zwar bislang Ansteckungsrisiken innerhalb von Familien bekannt, liefert diese Studie jetzt dazu die neuesten Erkenntnisse.

Mit der Untersuchung wurde im letzten April begonnen, 101 Fälle von COVID-19 in Nashville (Tennessee) und Marshfield (Wisconsin) wurden dabei analysiert. Die Wissenschafter haben dann die 191 Familienmitglieder beobachtet, die mit diesen 101 Personen zusammenlebten.

Alle Familienmitglieder haben ihre Symptome über zwei Wochen hinweg in einem Tagebuch beschrieben und wurden nasalen Tests bzw. Speicheltests unterzogen.

Was war das Ergebnis? Von den 191 Kontaktpersonen wurden letztlich 102 ebenfalls positiv getestet. Daraus ergibt sich, dass die Infektionsrate innerhalb dieser Haushalte bei 53 Prozent lag.

Dies stellt eine beachtliche Zahl dar, die trotz der zahlenmäßig überschaubaren Testgruppe die hohen Risiken einer Ansteckung im familiären Kontext vor Augen führt.

Erwachsene wie Kinder sind betroffen

Als eines der wichtigen Ergebnisse dieser Studie kann gelten, dass die infizierten Personen ohne Unterschied jünger oder älter waren. Bei den 20 Fällen von unter 18-Jährigen betrug in Infektionsrate immerhin 43 Prozent, bei den 82 Erwachsenen sogar 57 Prozent. Es bleibt also nicht wirklich jemand verschont.

Diese Untersuchung unterstreicht einmal mehr die Wichtigkeit der Isolation, sollten Zweifel an einer Erkrankung bestehen. Beim geringsten Symptom wird eine Selbstisolation unumgänglich, um die Schaffung eines neuen Clusters innerhalb eines Haushalts zu vermeiden.

Dies bedeutet dann konkret das Tragen einer Maske bei sich zu Hause, in einem anderen Zimmer zu schlafen als der oder die Partnerin, die Wohnung regelmäßig zu lüften, Hygieneschutzmaßnahmen auch zuhause einzuhalten: Mit diesen im Alltag zu beachtenden Gesten kann man im Zweifelsfall verhindern, seine Liebsten anzustecken. Genauere Informationen zu Coronavirus und Lüften findet ihr in unserem obenstehenden Video.

Von Maximilian Vogel

Keine Verbindung
Bitte Einstellungen prüfen