Corona: WHO-Prognose macht wenig Hoffnung

Wichtige Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich zum Ende der Corona-Pandemie geäußert. Offensichtlich wird dieses Ziel im Jahr 2021 nicht erreicht werden.

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Anders, als noch vor Kurzem, hält es die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für unrealistisch, das Ende der Corona-Pandemie zum Jahresende 2021 zu erwarten. Womöglich wird sie sogar niemals ganz verschwinden.

Das aktuelle Ziel: Weniger Krankenhauseinweisungen

Michael Ryan, der Leiter des Notfallprogramms der WHO, hat verlauten lassen, dass es Möglichkeiten gibt, die Zahl der Todesfälle sowie die der Patienten in Krankenhäusern zu senken. Er erklärt in einer virtuellen Pressekonferenz:

Es ist verfrüht und meines Erachtens unrealistisch zu glauben, dass wir noch bis zum Jahresende mit diesem Virus fertig werden können. Ich denke aber, dass wir Eines schaffen werden können, wenn wir auf intelligente Art vorgehen: nämlich die Zahl der Krankenhauseinweisungen wie die der Todesfälle zu senken und damit die mit dieser Pandemie einhergehende Tragödie zu beenden.

Impfung: Der Schlüssel im Kampf gegen die Pandemie

Laut Ryan ist das erste Ziel im Kampf gegen die Corona-Pandemie, die Übertragungsrate des Virus möglichst klein zu halten. Doch auch das Auftreten von Varianten soll verhindert und die Zahl der Infektionen reduziert werden.

Der Generaldirektor der WHO seit 2017, Tedros Adhanom Ghebreyesus, wünscht sich seinerseits, dass das Impfen der im Gesundheitswesen arbeitenden Menschen in den ersten 100 Tagen des Jahres 2021 reibungsloser vonstatten geht, und zwar in allen Ländern der Erde.

Junge Menschen werden viel zu oft vorgezogen

Derzeit ist Ghebreyesus relativ zufrieden damit, dass der Kampf gegen das Virus auch in den afrikanischen Ländern, die noch immer hinterherhinken, an Fahrt gewinnt. Er sagt hierzu:

Es gibt Hoffnung zu sehen, dass auch Mitarbeiter im Gesundheitswesen finanzschwacher Länder jetzt nach und nach geimpft werden. Bedauerlich ist allerdings zugleich, dass dies fast drei Monate später passiert, nachdem die reichsten Länder mit ihren Impfkampagnen angefangen haben.

Ohne Namen zu nennen, prangert der ehemalige Gesundheits- und Außenminister Äthiopiens aber diejenigen an, die bevorzugt jüngere Erwachsene impfen:

Es ist zu bedauern, dass bestimmte Länder immer noch in ihrer Bevölkerung bevorzugt jüngere Erwachsene impfen, die bei besserer Gesundheit sind und weniger gefährdet, krank zu werden, anstatt die Mitarbeiter im Gesundheitswesen und die älteren Menschen.

Laut WHO hat die Corona-Pandemie bis heute weltweit etwa 2,55 Millionen Todesopfer gefordert.