Covid-19: BVB-Boss Watzke wehrt sich gegen Unterbrechung der Bundesliga
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Covid-19: BVB-Boss Watzke wehrt sich gegen Unterbrechung der Bundesliga

Angesichts der sich rasant verbreitenden Coronavirus-Epidemie hat die Fußball-Bundesliga ihren Spielbetrieb vorübergehend eingestellt. Nun fordert BVB-Boss Hans-Joachim Watzke, die Saison weiterzuspielen. In einem Interview erklärt er, warum.

Das Coronavirus hat schon jetzt gravierende Auswirkungen auf unser Privatleben. Der Sport leidet ebenfalls unter den Folgen von Covid-19. Turniere werden verlegt, Teams unter Quarantäne gestellt und Saisons ausgesetzt.

Auch die Fußball-Bundesliga ist betroffen. Bis auf weiteres wurde der Spielbetrieb eingestellt und alle Spiele abgesagt. Die Begründung: Man möchte Spieler wie Fans vor einer Infektion mit dem neuartigen Virus schützen.

BVB-Boss möchte Saison fortsetzen

Gegen die Pause hat BVB-Boss Hans-Joachim Watzke etwas einzuwenden. Er fordert, die Meisterschaft zu Ende zu spielen, selbst wenn das weitere Geisterspiele bedeuten würde. In einem Interview mit 11freunde erklärt er seine, überwiegend ökonomischen, Beweggründe.

Ansonsten wird es finanziell für zu viele Vereine so dramatisch, dass sich Dinge im Fußball verändern werden, an die man jetzt nicht einmal denken mag. Und wenn uns die Behörden grünes Licht geben, dass diese Spiele im ganz kleinen Kreis erlaubt werden, dann werden wir die Möglichkeit nutzen, unsere Arbeit zu machen.

Zwar ist sich Watzke bewusst, dass der emotionale Wert dieser Meisterschaft in keinem Fall gleichzustellen ist mit dem vorheriger Saisons, doch er ist besorgt angesichts möglicher schwerer finanzieller Folgen.

Leere Ränge - ein Bild, an das wir uns in der Bundesliga gewöhnen müssen? picture alliance / Kontributor / Getty Images

Tausende Arbeitsplätze in Gefahr

Es geht ihm vor allem um das Sichern der rund 60.000 Arbeitsplätze der Bundesliga, die bei einem weitergehenden Unterbrechen der Saison durchaus in Gefahr wären.

Um die finanzielle Situation seines eigenen Clubs macht er sich bis jetzt keine Sorgen: "Einige Monate würden wir auskommen, wenn in den nächsten Monaten nicht ein Cent dem BVB- Konto gutgeschrieben werden würde."

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Solidarfonds als Rettung für Vereine?

Zuletzt war Watzke nach einem Fernsehauftritt stark in die Kritik geraten für seine negativen Äußerungen zur Idee, Solidarfonds einzurichten, um den Fortbestand aller Vereine in der Liga sicherzustellen.

Nun stellt er klar: Kategorisch lehnt er diese nicht ab. Er möchte lediglich überzeugt sein, dass Vereine, die in der Vergangenheit Schaden durch ökonomische Fehlentscheidungen erlitten haben, nicht im Endeffekt von einer solchen Maßnahme übermäßig profitieren werden.

Von Thomas Schmitt
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