Stephen Hawkings letzte Warnung: „Supermenschen“ könnten uns ausrotten

Stephen Hawkings letzte Warnung: „Supermenschen“ könnten uns ausrotten

Das letzte Buch von Stephen Hawking ist gerade erschienen: Der Wissenschaftler warnt darin vor einer Gefahr, die die Zukunft der Welt, wie wir sie kennen, in Frage stellt.

Es ist mehrere Monate her, seit der große Stephen Hawking gestorben ist. Aber mit seinen posthumen Veröffentlichungen und seinen manchmal schockierenden Warnungen über Zeit und Raum macht der Physiker immer noch von sich reden. In seinem jüngsten und wohl letzten Buch, das nun veröffentlicht wurde, warnt der Wissenschaftler vor den Gefahren der CRISPR-Technik und der Gentechnik für die menschliche Evolution. 

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Vom Menschen geformte Evolution 

In dem Werk „Kurze Antworten auf große Fragen“ teilt Stephen Hawking seine Vorhersagen über die Zukunft der Menschheit und die Gesetze des Universums mit uns. Ist Zeitreisen möglich? Sollen wir den Weltraum bevölkern? Gibt es Gott? Wie gestalten wir die Zukunft? 

Hawking warnt vor den Gefahren der Gentechnik: „Wir treten nun in eine neue Phase ein, die wir als vom Menschen geformte Evolution bezeichnen könnten, in der wir unsere DNA verändern und verbessern können“, schreibt er. „Wir haben jetzt die DNA-Pläne, das heißt, wir haben das ,Buch des Lebens' gelesen und können jetzt unsere Korrekturen vornehmen.“  Laut Hawking werden sich die ersten Schritte dieser neuen Phase „auf die Reparatur von Gendefekten konzentrieren“. Komplexere Veränderungen, wie die Optimierung unserer Intelligenz oder unseres Körpers, werden mehr Zeit und Energie erfordern, bevor sie umgesetzt werden können.

Auf dem Weg zur Teilung der Menschheit 

Hawking befürchtet, dass diese Technologie zur Spaltung der Menschheit führt. „Einige Menschen werden der Versuchung nicht widerstehen können, menschliche Eigenschaften wie Gedächtnisgröße, Krankheitsresistenz oder Langlebigkeit zu verbessern.“ Die „Supermenschen“, wie Hawking sie bezeichnet, könnten sich direkt dem Rest der Menschheit entgegenstellen, auf der Suche nach Vorherrschaft des Planeten. „Sobald Supermenschen auftauchen, werden erhebliche politische Auseinandersetzungen mit nicht modifizierten Menschen entstehen, die dann nicht mehr konkurrenzfähig sein werden“, denkt er. 

Nach Ansicht des Wissenschaftlers werden sie wahrscheinlich nicht mehr als interessant angesehen und befinden sich in einer Gesellschaft, die ihre eigenen Eigenschaften immer schneller verändert. Auch wenn diese Vorhersagen alarmierend erscheinen mögen, sind sie für Forscher, die an Technologien zur Veröffentlichung von Genen wie CRISPR arbeiten, nichts Neues. 

• Carina Levent
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