Australiens Armee und Boeing: Intelligentes Kampfflugzeug soll Todesopfer vermeiden

Die königliche australische Luftwaffe (RAAF) führt zusammen mit Boeing einen erfolgreichen Erstflug mit einem unbemannten Jagdflugzeug durch. Dieses kann zusammen mit bemannten Flugzeugen eingesetzt werden.

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Einen Luftkrieg wird man künftig sogar vom Boden aus gewinnen können. So verblüffend das auch klingt, lässt die königliche australische Luftwaffe (RAAF) genau dies verlauten.

Diese absolviert zusammen mit dem amerikanischen Flugzeugbauer Boeing im März 2021 einen ersten Flug mit einem unbemannten Jagdflugzeug. Das ca. 12 Meter lange Flugzeug wurde auf den Namen Loyal Wingman getauft.

Ein Superflugzeug, das fast alles kann

Es kann mit Waffen bestückt werden, in der Staffel fliegen und dabei andere, bemannte Flugzeuge schützen. Das Kampfflugzeug führt seine Flugmanöver dank eingebauter künstlicher Intelligenz aus, angeblich viel schneller als ein von Menschenhand gesteuertes Flugzeug.

Damit tritt es in Konkurrenz mit Russland, dass erst vor Kurzem sein eigenes nagelneuen Tarnklappenflugzeug SU-57 präsentierte.

Vermeidung menschlicher Todesopfer

Dieses neue Kampfflugzeug ergänzt die bereits eingesetzten militärischen Drohnen, die im Vergleich sehr verwundbar sind. Es kann also in großem Maßstab Todesopfer verhindern, die sonst stets bei Luftkriegen zu beklagen sind.

Vizemarschall der RAAF, Catherine Roberts, freut sich über diesen "wichtigen Schritt in einem sehr langfristigen Projekt der Luftwaffe". Die australische Armee betont, dass Loyal Wingman Vorreiter in autonomer Steuerung sei, um Mannschaften aus Mensch und Maschine zu bilden.

Ein Pionier, der auf Bestellungen wartet

Loyal Wingman ist das erste Jagdflugzeug, das Australien innerhalb der letzten 50 Jahre konzipiert hat. Außerdem ist es auch das erste unbemannte Kampfflugzeug, das Boeing außerhalb der Vereinigten Staaten herstellt.

Dieses Kampfflugzeug revolutioniert alles bisher Gekannte. Doch obwohl die australische Luftwaffe dieses Projekt umfassend unterstützt, sind noch keine offiziellen Bestellungen von Armeen anderer Länder eingegangen.

Das liegt vielleicht auch daran, dass der Erstflug der Loyal Wingman zu einer für Boeing unpassenden Zeit stattfindet. Denn gerade muss der Flugzeugbauer die Konsequenzen aus den Zwischenfällen mit seinen beiden Flugzeugtypen 737 Max und 777 in voller Härte tragen.