Allein im All: Eine Entdeckung legt nahe, dass es keine außerirdische Lebensform gibt
Allein im All: Eine Entdeckung legt nahe, dass es keine außerirdische Lebensform gibt
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Allein im All: Eine Entdeckung legt nahe, dass es keine außerirdische Lebensform gibt

Laut einer Studie gibt es im Universum weniger große Mengen von einem Stoff, der unerlässlich für die Entstehung von Leben ist, als man bisher dachte. Ist das das Ende der Suche nach außerirdischem Leben?

Forscher haben vor Kurzem etwas herausgefunden, das die Frage nach der Existenz von außerirdischen Lebensformen mit "Nein" beantworten könnte. Phosphor, ein Stoff, der von erheblicher Bedeutung für den Stoffwechsel lebender Organismen ist, ist im Universum anscheinend weniger präsent als wir bisher dachten. Eine Entdeckung, die unsere Chancen darauf, eines Tages außerirdische Nachbarn kennenzulernen, in Frage stellt.

Phosphor – ein Grundbaustein des Lebens

Ihr habt sicher schon oft gehört, dass Kohlenstoff einer der Grundbausteine des Lebens ist. Daher wird dieser Stoff auch häufig bei der Erforschung außerirdischer Gebiete gesucht. Aber es hat sich herausgestellt, dass dieses sechste Element nicht das einzige ist, das die Aufmerksamkeit der Biologen auf sich zieht. Phosphor, das zum Beispiel für die Enden von Streichhölzern verwendet wird, ist ebenfalls einer der Grundbausteine des Lebens in der Form, wie wir es kennen.

Laut der Forscher ist das Phosphor vor 3,5 Milliarden Jahren auf Meteoriten auf die Erde gekommen. Dieses Element spielt eine entscheidende Rolle beim Entstehen von Biomolekülen und insbesondere in der Produktion von Adenosintriphosphat. Dieses Nucleotid ist besser unter dem Namen ATP bekannt und liefert die für die chemischen Reaktionen unseres Organismus erforderliche Energie. Dank ihm sprechen wir, bewegen wir uns, pflanzen uns fort und, ganz allgemein, existieren wir.

Weniger Phosphor als angenommen

In ihrer Studie haben Forscher sich mit dem berühmten Krebsnebel beschäftigt, auf der Suche nach Phosphor und Eisen, mithilfe des William-Herschel-Mikroskops, das sich auf den Kanarischen Inseln befindet. Indem sie das Infrarotlicht maßen, das von diesen Elementen ausgeht, konnten sie herausfinden, dass sich im Krebsnebel ein geringerer Phosphoranteil befindet als im Supernova-Überrest Cassiopea A, der in einer vorgehenden Studie untersucht wurde.

Phil Cigan, der an der Studie mitarbeitet, erklärt:

Es ist erst die zweite Studie über Phosphor. In der ersten wurde Cassiopea A (Cas A) behandelt, was es uns ermöglicht hat, diese beiden stellaren Explosionen zu vergleichen, um herauszufinden, ob bei ihnen die gleichen Mengen an Phosphor und Eisen freigesetzt wurden. Der erstere Stoff ermöglicht das Leben; beim letzteren handelt es sich um eine der Hauptkomponenten des Erdkerns.

Was bedeutet dies für das außerirdische Leben?

Vorhergehende Studien haben es ermöglicht, zu bestätigen, dass das Phosphor bei der Explosion von massiven Sternen entstanden ist. Die Entstehung des Lebens würde also von nuklearen Reaktionen innerhalb von riesigen Supernovas abhängen. Allerdings sind sich Forscher noch uneinig darüber, wie viel Phosphor bei diesen Phänomenen freigesetzt worden ist.

Wenn die Phosphormenge, die beim Krebsnebel oder bei Cas A beobachtet wurde, repräsentativ für den Durchschnitt im Universum ist, würde dies unsere Chancen darauf weitere Lebensformen im All zu entdecken laut den Forschern mindern. Es ist aber möglich, dass das Alter und die Masse der Sterne die Konzentration dieses Stoffes beeinflussen könnten, der in diesem Fall an verschiedenen Orten im Universum unterschiedlich stark wäre.

Für den Augenblick handelt es sich nur um vorläufige Ergebnisse. "Wir haben eine Verlängerung unserer Zugangszeit zum Teleskop beantragt, um unsere Daten zu überprüfen und sicherzustellen, dass uns keine phosphorreichen Regionen im Krebsnebel entgangen sind",erläutert Cigan. Diese Geschichte ist also noch nicht zu Ende.

Von Sarah Kirsch

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