Ihr Arzt stellt nur eine Angina fest: Sie stirbt fast und muss sich zehn OPs unterziehen
Ihr Arzt stellt nur eine Angina fest: Sie stirbt fast und muss sich zehn OPs unterziehen
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Ihr Arzt stellt nur eine Angina fest: Sie stirbt fast und muss sich zehn OPs unterziehen

Der Hausarzt von Stacey Raymond diagnostiziert bei ihr eine einfache Angina. Später stellt sich allerdings heraus, dass das Problem gravierender ist, als gedacht: Sie ist in Lebensgefahr.

Stacey Raymond kommt aus London und ist 32 Jahre alt. Die junge Frau leidet seit einigen Tagen an Halsschmerzen. Nachdem sie immer wieder auf ihren roten Hals angesprochen wird beschließt sie, einen Termin bei ihrem Hausarzt zu machen. Wie sich herausstellt, wird der ihr eine komplette Fehldiagnose stellen.

Spezialist entdeckt das Problem

Der Arzt der Engländern stellt bei ihr eine Angina fest und schickt sie mit einer fünftägigen Antibiotikakur wieder nach Hause. Die Schmerzen wollen allerdings nicht vergehen, also sucht die Frau einen anderen Arzt auf.

Dieser schickt sie direkt zu einem HNO-Arzt, da er den Verdacht hat, dass die junge Frau eine Art von Abszess, der sich zwischen den Mandeln und dem Schlundschnürer im Rachen befindet, hat. Ein solcher Abszess wird oft durch eine unbehandelte Angina verursacht.

Aufnahme im Krankenhaus

Stacey Raymond bekommt Infusionen und Antibiotika gegen die Schmerzen, aber ihr Zustand verbessert sich nicht, im Gegenteil. Der Klumpen, den sie in ihrem Hals spürt, wandert in ihren rechten Arm. Die Ärzte beschließen daraufhin, ein CT zu machen. Das Ergebnis ist erschreckend: Sie sehen, dass die Frau Eiter in ihrem Arm und Flüssigkeit in der Lunge hat.

Die Ärzte entscheiden sich dazu, die Londonerin sofort zu operieren. Sie leidet nämlich nicht an einer Angina, sondern an einem parapharyngealen Abszess. Die Operation soll dabei helfen, ihr das Wasser aus der Lunge zu ziehen und die Gewebsnekrose zu entfernen. Diese Art von Abszess kann potenziell tödlich sein, da Komplikationen, wie eine Sepsis oder die Übertragung der Infektion auf anderen Organe (z.B. Herz oder Lunge) auftreten können.

Komplikationen

Stacey wird ein zweites Mal operiert, um den Abszess zu entwässern. Obwohl die Chirurgen die nekrotische Haut entfernen, breitet sich die Infektion aus und geht fast auf ihr Herz über. Ihre Frau und ihre Eltern fliegen aus Südafrika ein, da ihre Prognose sehr schlecht ist.

Die junge Frau, die eigentlich aus Südafrika stammt, unterzieht sich erneut einer OP, die ganze vier Stunden dauert. Dieses Mal schaffen es die Ärzte aber, die Infektion zu stoppen. Stacey muss sich die Haut von ihrem Oberschenkel transplantieren lassen und der Chirurg überprüft jeden einzelnen Tag, ob die Nekrose nicht wieder auftaucht.

Die Londonerin ist jetzt nicht mehr in Lebensgefahr und nach mehr als einem Monat im Krankenhaus kann sie der Sache trotzdem noch etwas Positives abgewinnen: "Ich bin jetzt viel optimistischer und, selbst wenn es verrückt klingt, bin froh darüber, dass es mir passiert ist. Ich bin dadurch zu einer besseren Person geworden", sagt sie in der Daily Mail.

Von Simone Haug
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