Herpes

Herpes ist eine Viruserkrankung, die sich durch das Auftreten von kleinen gruppierten Bläschen äußert.  Es ist eine ansteckende Krankheit, die sich in zwei Arten, labial (Lippe) und genital (Geschlechtsorgane), unterteilt. Auf Grund seiner Ansteckungsgefahr ist Herpes eine Krankheit, die genau überwacht werden sollte, um ihre Ausbreitung zu verhindern. Der verursachende Virus, Übertragungswege und wie es zu behandeln ist.

Herpes Simplex Virus Definition: was ist Herpes labialis und genitalis?

Herpes ist eine ansteckende Viruserkrankung, welche durch das Herpes Simplex Virus (HSV) verursacht wird und sich durch Reizung der Haut und der Schleimhäute äußert.  Bei Herpes erscheinen gruppiert Bläschen auf dem betroffenen Bereich.

Herpes ist ein Virus. Es gibt zwei Arten, Herpes Simplex Typ 1 (HSV-1), das Herpes labialis (an der Lippe) verursacht und Herpes Simplex Typ 2 (HSV-2), welches für Genital Herpes verantwortlich ist. Herpes tritt in Schüben auf. Die Bläschen treten für 6 bis 10 Tage auf, verschwinden dann für mehrere Monate, bis sie wieder auftauchen. 

Herpes genitalis ist eine sexuell übertragbare Infektion (STI). Es erscheinen kleine, schmerzhafte Blasen an den Genitalien.

In Abhängigkeit der Region sind 50% bis 90% der Bevölkerung weltweit mit HSV-1 infiziert. Die erste Infektion tritt vor dem 20 Lebensjahr, meist in der frühen Kindheit auf. Die Mehrheit der Menschen trägt das Virus, aber es bleibt inaktiv.

Im Unterschied dazu tritt die Infektion des HSV-2 in der Regel im Erwachsenenalter, zwischen 20 und 40 Jahren, auf. Das Herpes genitalis ist in Europa ist nicht weit verbreitet. In Afrika jedoch ist es immer noch sehr häufig, wo 30 bis 40% der Bevölkerung damit infiziert sind, in einigen Regionen sogar bis zu 90%.

Ursachen und Inkubationszeit des Herpes Virus

Das Herpes Virus ist hoch ansteckend. Vor allem für Menschen, die noch nie mit dem Virus infiziert waren, sowie für Schwangere und Kleinkinder. Im Großen und Ganzen ist die größte Gefahr mit Herpes infiziert zu werden, wenn ein Bläschen aufplatzt. Von diesem Moment an ist alles, was mit der Wunde in Kontakt kommt, eine potentielle Quelle der Übertragung.

Es muss noch angemerkt werden, dass das Virus ruhend sein kann, d.h. eine Person kann das Virus tragen, ohne dass es ausgebrochen ist und über den Speichel oder anderes übertragen, ohne sich dessen bewusst zu sein.

Was das HSV-2 oder Herpes genitalis Virus angeht, verbreitet sich dieses am häufigsten während des ungeschützten vaginalen oder analen Geschlechtsverkehr einer bereits infizierten Person. Während dem Pänetration dringen die Viren in den Körper ihres neuen Wirt durch mikroskopische Läsionen auf der Haut oder Schleimhaut ein. Es ist jedoch unmöglich, Herpes genitalis durch indirekte Ansteckung zu bekommen , d.h. durch Kontakt mit Gegenständen, die zuvor von infizierten Personen verwendet wurden (Toiletten, Handtuch, Wasser ...), denn das Virus stirbt außerhalb des Körpers schnell ab.

Seltener ist bei Erwachsenen die Übertragung durch Küssen. Der orale/genitale sexuelle Kontakt sind die Hauptübertragungswege. Es kommt auch vor, dass das Virus sich auf denselben Wirt überträgt, beispielsweise durch die Finger von den Genitalien auf den Mund oder die Augen. So kann Herpes genitalis Verursacher für Lippen Herpes sein und umgekehrt.

Die Inkubationszeit von Herpes liegt meist zwischen zwei und zwölf Tagen. 

Symptome von Lippen Herpes und Herpes genitalis

Herpes labialis: Während dem ersten Auftreten von Lippen Herpes, gibt es meist keine Symptome. Vor allem bei kleinen Kindern kann unter Umständen der Mund als Ganzes betroffen sein. Die Reaktivierungszeiten sind durch Kribbeln, Juckreiz, Brennen am Rand der Lippen und einem allgemeinen Krankheitsgefühl wie Müdigkeit und Fieber sowie  Schwellung gekennzeichnet. Nach einigen Stunden bis zu einem Tag, erscheinen kleine rote und schmerzhafte Bläschen um den Mund. Diese sind gefüllt mit Flüssigkeit, platzen und bilden dann eine Kruste.

Genital Herpes: Herpes genitalis ist durch die gleichen Symptome gekennzeichnet wie Herpes labialis, außer dass das Auftreten der geschwollene Drüsen in Bereich der Leiste ist. Nach dem Ausbruch von Herpes erscheinen kleine Bläschen. Beim Männern können diese Bläschen auf dem Penis, Gesäß, Hodensack, Oberschenkel, Anus und Harnröhre zu sehen sein. Bei Frauen treten sie an der Öffnung der Vagina, des Gesäß, an der Vulva und des Gebärmutterhalses auf.

Therapie und Behandlung von Herpes: Wie lässt sich das Virus behandeln und vorbeugen?

Es gibt immer noch keine Behandlung, die das Herpes Virus dauerhaft aus dem Körper eliminiert. Man kann nur die Symptome mit Medikamenten wie beispielsweise ParacetamolAciclovir CremeDocosanol behandeln, wenn Herpes ausbricht. 

Bei Herpes genitalis ist die Behandlung im Prinzip die gleiche, wenn das Auftreten jedoch häufig ist, wird der Arzt verschiedene Dosierungen für eine längere Zeit (für ein Jahr oder mehr) verschreiben. Diese langfristige Einnahme von Medikamenten reduziert oder stoppt sogar das Auftreten, zudem verringern sie das Risiko der Übertragung, um so das Risiko eines erneuten Auftretens auf 85% bis 90% zu reduzieren. Bitte verwenden Sie keine OTC-Cremes, insbesondere solche auf Basis von Virostatika. Diese werden ausschließlich bei Lippen Herpes angewendet.

Um die Herpes Übertragung vorzubeugen, sollte man die Cremes am besten nicht mit den bloßen Händen auftragen, sondern beispielsweise Wattestäbchen benutzen.

Gerade im Anfangsstadium des Lippen Herpes können auch Hausmittel wie Eiswürfel die Beschwerden lindern. 

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