Til Schweiger selbstbewusst: "Die Leute mögen mich nicht, weil ich zu erfolgreich bin"
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Til Schweiger selbstbewusst: "Die Leute mögen mich nicht, weil ich zu erfolgreich bin"

Til Schweiger selbstbewusst: "Die Leute mögen mich nicht, weil ich zu erfolgreich bin"

Von Simone Haug

In einem Interview redet Schauspieler, Produzent und Regisseur Til Schweiger u.a. über seine Tatort-Rolle, Film-und Fernsehkritiker und wie seine Töchter seine Lebensweise beeinflussen.

Til Schweiger wird vor vielen Jahren als Schauspieler in der Lindenstraße bekannt. Heute dreht und produziert er seine eigenen Kinofilme und ist auch als Ermittler Nick Tschiller im Tatort zu sehen. Weshalb die Kritiker nicht immer ganz begeistert sind, erläutert er beim RND.

Die Geister scheiden sich

Nachdem Schweiger lange und breit über den Tatort und die dazugehörigen Dreharbeiten redet, wird er darauf angesprochen, warum Kritiker und das Publikum bei Filmen so oft unterschiedlicher Meinung zu sein scheinen.

Schweigers Erklärung dafür: "Meine Theorie ist, dass ein Großteil der Kritiker sich schwer mit Sachen tut, die erfolgreich sind."

Diesen Ansatz bezieht er dann auch gleich auf sich selbst. Als vor vier Jahren der Hamburger Tatort ganze 8,9 Millionen Zuschauer an Neujahr vor den Fernseher lockt, zeigen die Kritiker wenig Begeisterung für die Folge. Die Presse allerdings schreibt, dass niemand mehr Schweiger sehen wolle.

Der Schauspieler und Regisseur hat verschiedene Erklärungsansätze dafür, warum man ihn als Schauspieler anscheinend unbedingt madig machen möchte:

Vielleicht, weil ich zu erfolgreich bin? Weil ich meine Meinung sage? Weil ich das tue, worauf ich Lust habe, ohne dabei andere Leute zu verletzen? Weil ich das gern tue? Weil ich dahinterstehe?

Schweiger eckt immer wieder an

Es stimmt, dass Schweiger offen mit seiner Meinung umgeht und dabei nicht immer unbedingt auf viel Gegenliebe stößt. Mal wettert er gegen Fleischesser, dann scheint er sich manchmal nicht unbedingt in Demut zu üben, wenn es um seine Karriereanfänge geht.

So wirklich am richtigen Platz fühlt er sich zwar nicht - schließlich gebe es in anderen Ländern Menschen mit einer großen Karriere, die dafür gefeiert werden - allerdings scheint er die viele Kritik auch etwas locker sehen zu können.

Als die taz damals über seinen Film Keinohrhasen schreibt, kann sich Schweiger ein Lachen nicht verkneifen: "Die Kritik war natürlich ein Totalverriss, aber den letzten Satz werde ich nie vergessen, der war die Krönung (lacht.) Da hat sie geschrieben: 'Bleibt die Frage zu stellen: Können sich vier Millionen Zuschauer irren? Die Antwort ist: Ja.'"

So lange er darüber lachen kann, geht es ja noch.


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