Der neueste Trend: Slow Sex bringt das Liebesspiel auf eine neue Stufe

Der neueste Trend: Slow Sex bringt das Liebesspiel auf eine neue Stufe

Dieser neue Sex-Trend soll uns entschleunigen, schließlich ist unser Alltag von schnellen Entscheidungen, immer schneller werdenden Veränderungen und Hektik geprägt. Wie das am besten funktioniert und welche neue Sphären sich damit öffnen, erklären wir dir hier.

In unserer heutigen Gesellschaft geht alles immer schneller. Auch der Sex ist dabei keine Ausnahme. Der Slow Sex bildet dazu den Gegenpol. Er lässt uns den Sex wieder mehr genießen und intensiver wahrnehmen.

Ein Leben auf der Überholspur

Arbeiten, einkaufen, die Kinder von der Schule abholen, Essen kochen und den Kindern bei den Hausaufgaben helfen… Das Leben von Eltern ist gut ausgefüllt und sie müssen sich beeilen, um alles zu schaffen, bevor der Tag zu Ende ist und das Spiel von vorne beginnt. Das Gehirn ist deshalb ständig am Arbeiten, Planen, Organisieren, Vorbereiten und Vorausschauen. Das ist nicht immer leicht.

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Aber es gibt eine „langsame“ Gegenbewegung mit Slow Food, Slow Cities… und Slow Sex. Beim Slow Sex geht es darum, sich Zeit zu nehmen, zuzuhören, sein Verlangen neu zu definieren und auf die eigenen Wünsche und die des Partners mehr einzugehen.

Das Ziel: Ein schneller Orgasmus

Aktuell muss Sex effizient sein. Je schneller man zum Orgasmus kommt, desto besser. Wie bringe ich meine Partnerin zum Höhepunkt? In welchem Rhythmus? In welcher Stellung? Wir verwenden all unsere Energie auf den schnellen Orgasmus und die Beantwortung dieser Fragen. Das ist oft sehr hemmend und man denkt mehr daran, alles richtig zu machen, als Spaß mit seinem Gegenüber zu haben. Der Slow Sex verfolgt genau den gegenteiligen Ansatz.

Wie funktioniert Slow Sex?

Das Prinzip ist einfach. Es geht darum, sich das eigene Vergnügen wieder neu anzueignen, einen gemeinsamen Wunsch nach gegenseitigem Austausch zu schaffen und auf das Verlangen des anderen zu hören, um selber auch mehr Spaß zu haben. Das klingt zu kompliziert und abstrakt? Wir erklären es dir genauer.

Wie lange ist es her, dass du mit deiner Partnerin unter einer Bettdecke herumgealbert hast? - David Pereiras / EyeEm / Getty Images

Du bist mit deiner Partnerin zusammen und ihr spürt ein tiefes Verlangen. Ihr kommt zur Sache, aber diesmal unter Anwendung der Prinzipien des Slow Sex. Es geht darum, deinen Körper mit deinem Geist in jeder Bewegung zu verbinden, die du machst. Es geht auch darum, sich die Zeit zu nehmen, mit seinem Gegenüber eine Verbindung einzugehen, um zu visualisieren, zu fühlen und zu genießen, was man tut. Nimm dir Zeit, höre dir selbst zu, spüre deine Lust, ohne an etwas anderes zu denken. Du wirst sehen, dass du deine Gefühle (wieder) neu entdecken wirst.

Zuhören und auf die Wünsche des Partners eingehen schafft eine intime Verbindung - David Pereiras / EyeEm / Getty Images

Slow Sex als Gegentrend zu Pornos

Sexualität in unserer Gesellschaft ist allgegenwärtig. In Filmen, Werbespots, Serien, Witzen und vor allem im Internet, wo Pornografie für jeden zugänglich ist. Außerdem ist es bei der Eingabe von Slow Sex in einer Suchmaschine durchaus möglich, Dating-Webseiten für Erwachsene zu finden.

Laut einer Studie der Universität Lüttich erfolgt der erste Kontakt mit Pornografie im Alter von 12 Jahren bei Jungen und 13 Jahren bei Mädchen. Doch der Sexualkundeunterricht ist nicht umfangreich genug und oft ist das Thema zu Hause tabu. Ohne ein anderes Vorbild für diese jungen Menschen dient die Pornografie der Sexualerziehung und wird oft idealisiert.

In den Pornos geht es meist nur um den schnellen Sex und weniger um Wünsche und Vorlieben. Slow Sex hilft dabei, eine neue Sicht auf die Dinge zu bekommen und Sex wieder mit anderen Augen zu sehen. Man nimmt sich selbst und seine Partnerin wieder mehr wahr und intimer Sex ist doch wesentlich schöner als eine schnelle Nummer.

Maximilian Vogel
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