So viele Spinnen essen wir wirklich im SchlafSo viele Spinnen essen wir wirklich im Schlaf
So viele Spinnen essen wir wirklich im Schlaf
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So viele Spinnen essen wir wirklich im Schlaf

Schon seit Jahren kreisen viele Gerüchte um dieses brisante Thema, doch keiner weiß wirklich, wie viele Spinnen wir pro Nacht verspeisen und ob das tatsächlich der Fall ist. Eine Studie bringt nun Aufklärung.

Das am weitesten verbreitete Gerücht besagt, dass wir acht Spinnen im Schlaf pro Jahr essen. Ziemlich beunruhigend, wenn man es hochrechnet auf sein Leben lang - dann macht das 600 Gratisessen pro Mensch! Zudem gibt es auch so richtig giftige Spinnen. Stimmt das wirklich?

Eine Studie erklärt alles

Das Ganze ist (zum Glück) falsch! Den Beweis dafür liefert eine Studie, die zu diesem Thema vom Scientific American durchgeführt wurde. Dem Magazin nach, verlassen die Spinnen nur selten ihr Netz. Und wenn sie es doch tun, dann um in einem Umfeld zu jagen, das für den Menschen in der Regel unzugänglich ist.

Außerdem sind Spinnen im Bezug auf Vibrationen sehr empfindlich. Das macht den Menschen, der sich bewegt, atmet und manchmal schnarcht eher unattraktiv für die kleinen Achtbeiner.

Rob Crawford vom Burke Museum für Naturgeschichte in Seattle beruhigt mit seiner Aussage alle Arachnophobiker, indem er erklärt, dass sich Spinnen für Menschen so ganz und gar nicht interessieren.

Vibrationen spielen in der Welt des Empfindens von Spinnen eine große Rolle. Ein schlafender Mensch gehört nicht zu den Dingen, der sich eine Spinne freiwillig nähert.

Wenn sie sich jedoch trotzdem einmal in eurem Bett "verlaufen", dann wahrscheinlich weil es Bettwanzen sind, die sie angelockt haben. Bill Shear, Biologieprofessor an dem Hampden-Sydney College in Virginia, geht sogar so weit zu behaupten, dass uns Spinnen wie einen großen Stein wahrnehmen. Ihr könnt also ganz unbesorgt schlafen und auch beim Schnarchen den Mund offen haben. Da kriegt ihr höchstens eine von eurer Freundin ab. Oder aber die Spinne verkriecht sich irrtümlich im Trommelfell...

Von Maximilian Vogel

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