Ausländerstopp bei Tafel: Arme Rentnerin spricht Klartext
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Ausländerstopp bei Tafel: Arme Rentnerin spricht Klartext

Von Fred Eilig
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Die Entscheidung der Essener Tafel, keine Ausländer mehr aufzunehmen, hat eine große Debatte ausgelöst. Der Bundesvorsitzende der Tafeln, Bundeskanzlerin Angela Merkel oder auch TV-Moderatorin Dunja Hayali haben sich zu der umstrittenen Entscheidung geäußert. Wer jedoch bisher kaum zu Wort kam, sind die eigentlich Betroffenen: Die angeblich vertriebenen Rentner mit deutscher Staatsangehörigkeit.

Gegenüber der BILD-Zeitung hat sich die 60-jährige Jutta Motzek nun anvertraut.

Eine von Millionen Armutsrentnerinnen in Deutschland

Jutta arbeitete in jungen Jahren als Putzkraft, Restaurant-Aushilfe oder Pflegekraft. Mehrere Bandscheibenvorfälle und Arthrose machten ihr eine weitere Berufstätigkeit in diesen Bereichen unmöglich. In der Folge wird sie zur Hartz-IV-Empfängerin und geht 2016 in Frührente. 580 Euro Rente bekommt sie momentan, dazu 207 Euro Grundsicherung. 470 Euro gehen für Miete und Strom für ihre Zweizimmerwohnung drauf. Insgesamt hat sie viel zu wenig zum Leben.

Ihre wichtigsten Aussagen zusammengefasst

„Seitdem in den Medien über die hohe Ausländerzahl geschrieben wurde, kommen weniger her.“

„Es wurde immer schlimmer. Es kam oft zu Streit in der Schlange. Ich habe am meisten vor den Jüngeren Angst. Die sind oft so ruppig und haben keinen Respekt vor den Älteren.“

„Ich bin dankbar für das, was ich hier kriege. Ich habe immer gearbeitet und hätte mir nie vorstellen können, mal auf die Tafel angewiesen zu sein.“

Mit ihren Aussagen stützt sie im Wesentlichen die Schilderungen des Essener Tafel-Betreibers.


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