Stierkampf mal anders: In Texas werden ganz andere Tiere durch die Arena gehetzt

Stierkampf mal anders: In Texas werden ganz andere Tiere durch die Arena gehetzt

Wir alle haben schon mal von Stierkämpfen gehört. Doch PETA macht jetzt auf eine andere Art des Arena-Kampfes aufmerksam. In Texas werden wilde Waldtiere in Gehege gesperrt und durch das Gelände gehetzt - um am Ende dann in der Pfanne zu landen...

Auf dem Bandera Ham Rodeo in Texas findet Anfang des Jahres eine Wildschwein-Jagd statt. Die Tiere werden in der Wildnis gefangen und nach Bandera gebracht, wo das Spektakel im Anschluss stattfindet. Die gefangenen Tiere sind hauptsächlich Jungtiere und sind zwischen vier Wochen und sechs Monaten alt.

Wildschweine sind klug, wenn nicht sogar klüger, wie Hunde

Die Wildschweine sind ängstlich und wissen nicht, was mit ihnen geschieht. Laut PETA besagen Studien sogar, dass Schweine einschätzen können, wenn etwas Schlimmes mit ihnen passieren wird.

Die Tiere sind also in vollem Bewusstsein, dass sie terrorisiert werden, während Kämpfer die armen Tiere durch die Gegend hetzen, sie treten und verletzen. In voller Panik rennen einige von ihnen immer wieder gegen die Einzäunung aus Metall - ein Schwein rennt so hart dagegen, dass sich das Metall sogar verbiegt.

Der Ablauf

Sie quieken vor Angst und stecken damit auch die anderen Tiere an, die auf ihre Tour noch warten müssen. Wildschweine sind sehr schlaue und soziale Wesen, die sich in einen anderen hineinversetzen und mit ihm mitfühlen können, wie Veterinärin Dr. Ingrid Taylor von PETA sagt.

Das ganze Spektakel sieht wie folgt aus: Die Schweine werden, kaum dass sie in der Arena freigelassen werden von Kämpfern und/ oder Kämpferinnen wieder eingefangen, in Säcke gesteckt und dann an den Beinen durch den Sand gezogen.

Ein Spektakel mit tödlichen Folgen

Nach der Veranstaltung werden sie geschlachtet und auf dem Fest zum Essen angeboten. Die Grausamkeit dieser Veranstaltung kennt keine Grenzen. Sogar Kinder sind zugegen. Einen Punkt, den PETA besonders ankreidet, da die TeilnehmerInnen ihrem Nachwuchs beibringen würden, dass es Spaß mache, Tiere zu quälen.

Aber das Spektakel kann nicht nur für die Tiere gefährlich werden. Die Wildschweine können Krankheitserreger in sich tragen, mit denen sich die Menschen vor Ort anstecken können. Alle Teilnehmer, die Kinder eingeschlossen, können mit dem Blut, der Spucke, dem Urin oder den Fäkalien der Tiere in Kontakt geraten.

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All das sind Krankheitsübertrager. Wildschweine sind bekannt dafür Krankheiten wie Tuberkulose, Hepatitis E, Salmonellose und noch weitere zu übertragen. Darüber scheint sich aber niemand Gedanken zu machen. Eher darüber, wie man den Schweinen am meisten Leid zufügen kann.

Wie ihr den Wildschweinen helfen könnt, erfahrt ihr auf der Seite von PETA.

Sarah Kirsch
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