Dschungelcamp: RTL-Sendung schummelt bei Tier- und Ekelszenen massiv

Dschungelcamp: RTL-Sendung schummelt bei Tier- und Ekelszenen massiv

Fake im Dschungelcamp? Gerade bei den Ekel-Prüfungen mit Tieren geht es offenbar nicht ganz mit rechten Dingen zu.

Die C-Promis im Dschungelcamp müssen mitunter recht abartige Prüfungen über sich ergehen lassen - lebendige Tiere zu verspeisen, ist dabei nur eine von vielen Ekel-Kategorien. Bild-Reporter haben jetzt aufgedeckt, dass im Dschungelcamp ähnlich "geschummelt" wird wie in "Bares für Rares".

Essen soll eklig aussehen, aber nicht eklig schmecken 

Viele Zuschauer gruseln sich zusammen mit den C-Promis im Dschungel, wenn es um die Ekel-Prüfungen geht. Dabei ist das laut der Bild-Reporter gar nicht nötig. Auf dem Gelände existiere demnach eine "Hexenküche", wo die Gerichte für die Prüfungen zubereitet werden. Und das nach dem Motto: Eklig aussehen, aber nicht eklig schmecken. Beispielsweise werde an der Mixtur des Kotzfruchtsaftes so lange gearbeitet, bis die Flüssigkeit trinkbar sei - so bestehe er nur zu einem ganz geringen Teil aus Durianfrucht, der Rest sei Milch und Wasser. Das gelte im Übrigen auch für die Säfte mit Tierblut.

Tiere völlig harmlos

Des Weiteren gebe es noch andere Schummeleien, wie die Bild-Reporter aufklären: So seien beispielsweise die imposanten Spinnweben nur teilweise echt - der Großteil bestehe aus künstlichen Spinnweben, die laut einer Camperin sogar nach Zucker schmecken. Auch der Schleim, der den Zuschauern immer als stinkend und eklig verkauft wird, sei in Wirklichkeit harmlos: Es handle sich dabei um eine farblose Version des Schleims, der im Spielwarengeschäft angeboten wird. Auch die "Gefährlichkeit" der Tiere wird aus Sicherheitsgründen entschärft: So werde den Krokodilen beispielsweise das Maul zugebunden, und Australische Wasserspinnen seien weder giftig noch aggressiv.

Große Generalprobe vor Start der Staffel   

Bevor die Staffel mitsamt der Promis gedreht werde, gebe es laut den Bild-Reportern eine Generalprobe mit Statisten, wie im Theater. Diese tragen einen Zettel um den Hals, auf dem der Name des jeweiligen Promis steht, den sie doubeln, und dann werde jedes Szenario ein Mal komplett durchgespielt. Dabei werde auch auf die Genießbarkeit des Ekel-Essens geachtet. Die Enthüllungen der Bild-Reporter zeigen deutlich, dass das RTL-Dschungelcamp zum Großteil aus Illusionen besteht. Auch wenn einige Fans das sicher schade finden: Am Ende geht es um den Unterhaltungswert der Sendung - und um diesen zu gewährleisten, greifen die Macher eben zum Teil tief in die Trickkiste. 

• Simon Nowak
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