Rassistische WM-Werbung: Rewe rudert nach Protesten zurück

Rassistische WM-Werbung: Rewe rudert nach Protesten zurück

Nicht nur die Leistung der deutschen Nationalmannschaft beim WM-Auftakt gegen Mexiko sorgt für Diskussionen. Auch Rewe hat sich mächtig Ärger eingehandelt: Ein Spruch zum Mexiko-Spiel auf Twitter ging ziemlich in die Hose.

Erst kürzlich bedrohten religiöse Fanatiker Rewe-Filialen, jetzt sorgt Rewe selbst für Empörung.

Missglückter Tweet

Eine Dreiviertelstunde vor dem Anpfiff der WM-Vorrundenpartie zwischen Deutschland und Mexiko am Sonntagnachmittag twitterte Rewe: „Mexikanern beim Aufwärmen zugucken? Geht auch in deinem Backofen“. Was als Anspielung auf die „Pizza Classica Tex-Mex“ der Rewe-Eigenmarke „Beste Wahl“ gemeint war, kam in den sozialen Medien so gar nicht gut an. Bei einigen Nutzern sorgte die Idee, Gegner in den Backofen zu schieben, eher für Assoziationen mit den Massenvernichtungspraktiken der Nationalsozialisten als für Heißhunger auf eine leckere Pizza - und so folgten die Antworten auf dem Fuße. Twitter-Nutzer „Coach Hätscher“ schrieb beispielsweise: „Deutsche stecken andere Völker in den Ofen?! Muss man Euch erst ein Geschichtsbuch auf den Hinterkopf hauen, bevor es klingelt?“  

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Rewe reagiert 

Rewe reagierte prompt und löschte nach nur zwei Stunden den kontroversen Tweet. In einem Statement auf Twitter gab die Supermarktkette an, dass er nicht für „Zwecke, die abseits des hier gemeinten Lebensmittelkontextes stehen“ missbraucht werden können solle. Weiter ging der Konzern nicht darauf ein, einen Fehler gemacht zu haben, sondern führte stattdessen an, viele User hätten den Tweet zum Mexiko-Spiel schlicht „missverstanden“. Etliche User geben sich mit dieser Antwort des Unternehmens jedoch nicht zufrieden: Rewe gestehe den Fehler nicht richtig ein, so die Kritik einiger User. Andere finden die ganze Aufregung übertrieben. Und ihr?

• Simon Nowak
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