„Zuhause im Glück“? Gratis TV-Show-Renovierung wird für Familie zum finanziellen Desaster

„Zuhause im Glück“? Gratis TV-Show-Renovierung wird für Familie zum finanziellen Desaster

Nach der großen Freude folgte der große Schock: Familie Ast bekam dank der RTL-II-Sendung „Zuhause im Glück“ den Dachboden ausgebaut. Nun steht die Familie vor einem massiven Schuldenberg. Wie ist das möglich?

Die RTL-II-Renovierungsshow „Zuhause im Glück“ hat sich auf Familien spezialisiert, die durch einen Schicksalsschlag in Not geraten sind. Das gilt auch für Familie Ast, die 2015 in der Show dabei war. Weil Vater Bernd Ast an einer Generkrankung leidet, musste er seinen Beruf als Busfahrer aufgeben, gilt seitdem zu 60 Prozent als schwerbehindert.

Gratis-Renovierung wird zum Geldfiasko 

Der Familie wurde das Haus renoviert - eigentlich umsonst. Mutter Sabine bringt als medizinische Fachangestellte das einzige Geld nach Hause. Umso größer war die Freude, als die Asts 2015 an der Sendung teilnehmen konnten und ihr 52 Jahre altes Haus umfassend renoviert wurde. „Wir waren so unglaublich glücklich“ erzählt Sabine Ast. 

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Doch jetzt, drei Jahre später, folgt der Schock: Das Finanzamt fordert von der Familie eine Steuernachzahlung im Höhe von 35.000 Euro! Der Grund: Ein geldwerter Vorteil durch den Umbau, durch den vier Kinderzimmer, in größeres Bad und eine Küche mit Bad entstanden sind. Sabine Ast ist verzweifelt: „So viel Geld können wir nicht aufbringen, wir sprachen extra mit dem Team, hatten Angst, dass das passiert.“

Kein Einzelfall?

Doch laut Informationen der Bild-Zeitung sind die Asts kein Einzelfall, fünf weitere Familien seien ebenfalls betroffen. Wie reagieren die Verantwortlichen der Show? Eine Sprecherin der „UFA Show & Factual“ erklärt: „Wir hoffen, dass die Finanzämter hier die streitigen Rechtsfragen überdenken und ihren Ermessensspielraum nutzen, um den Hilfsgedanken, der ,Zuhause im Glück' innewohnt, zu unterstützen.“

• Fred Eilig
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