WHO warnt davor, Corona als besiegt anzusehen: "Dieses Virus ist gefährlich und es verändert sich weiter"

Viele Länder lockern die Corona-Schutzmaßnahmen mit Hinblick auf die Impfquote und den milderen Verlauf bei der Omikron-Variante. Doch genau davor warnt jetzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Es sei verfrüht, das Coronavirus als besiegt zu betrachten, wie so viele Politiker:innen und Expert:innen es uns weiß machen wollen, warnt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet.

Verfrühte Lockerungen der Regierungen

Seitdem die neue Virus-Variante Omikron vor etwa zehn Wochen entdeckt wurde, seien weltweit fast 90 Millionen Neuinfektionen gemeldet wurden. Das sind deutlich mehr als insgesamt im Jahr 2020.

Da Omikron sich superschnell verbreitet - vor allem die neue Subvariante BA.2 - und mildere Krankheitsverläufe aufweise, vernachlässigen einige Länder die Corona-Schutzmaßnahmen, wie das Tragen einer Maske oder das Abstandhalten.

"Anstieg der Todeszahlen"

Durch die Impfquote und den milderen Verlauf fühlen Politiker:innen sich sicher, die Maßnahmen zu lockern, da tödlich Ausgänge geringer seien. Doch das sei laut dem WHO-Chef völlig falsch. Er sagt: "Wir sehen jetzt einen sehr besorgniserregenden Anstieg der Todeszahlen in den meisten Weltregionen."

Zwar würden sich einige Länder einem Ende der akuten Phase nähern, doch darf man das Coronavirus jetzt nicht unterschätzen. Ghebreyesus erinnert daran: "Dieses Virus ist gefährlich, und es verändert sich weiter direkt vor unseren Augen."

Welche Länder sich bald dem Ende der akuten Phase der Pandemie nähern, verraten wir euch im Video.

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