Morbus Hodgkin (Hodgkin Krankheit): Symptome, Blutbild, Heilungschancen, Diagnose und Therapie

Morbus Hodgkin (Hodgkin Krankheit): Symptome, Blutbild, Heilungschancen, Diagnose und Therapie

Die Hodgkin Krankheit gehört zu den Lymphomen. Es handelt sich um eine Krebsart, die das lymphatische System befällt. Während sie früher immer tödlich verlief, hat sich ihre Prognose im Laufe der letzten Jahre grundlegend verbessert.

Was ist Morbus Hodgkin? Definition und Prognose der Krebserkrankung

Die Hodgkin Krankheit ist eine von zwei Lymphom-Kategorien. Es handelt sich um Krebsarten im lymphatischen System und die zweite Kategorie sind die Nicht-Hodgkin-Lymphome.

Diese Krankheit macht sich durch ein Anschwellen der Lymphknoten infolge der Entwicklung von Sternberg-Reed-Zellen, der charakteristischen Tumorzellen der Erkrankung, bemerkbar. Diese breiten sich dann immer weiter über das lymphatische System aus und können die Leber, die Milz, die Mandeln, das Knochenmark oder den Thymus befallen.

Morbus Hodgkin ist sehr viel seltener als das Non-Hodgkin-Lymphom. Sie betrifft ca. 3 Personen von 100.000, meist Erwachsene zwischen 20 und 40 Jahren.

Die Prognose von Morbus Hodgkin hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert. Früher war sie immer tödlich, inzwischen ist sie in 60 bis 95% der Fälle vollständig heilbar.

Morbus Hodgkin: Symptome und Anzeichen für Lymphdrüsenkrebs

Wie für jedes Lymphon ist das erste klinische Anzeichen von Morbus Hodgkin ein deutliches Anschwellen der Lymphknoten. Es ist schmerzfrei und erfolgt in der Leistengegend, am Hals oder in den Achselhöhlen.

In den meisten Fällen treten auch Fieber, nächtliche Schweißausbrüche, eine große Müdigkeit, sowie ein Appetitverlust mit daraus resultierender Gewichtsabnahme auf. In seltenen Fällen kann bei Morbus Hodgkin auch ein Juckreiz im Halsbereich auftreten. 

Wie entsteht die Hodgkin Krankheit (Morbus Hodgkin)? Ursachen und mögliche Risikofaktoren

Die Ursachen von Morbus Hodgkin sind noch unbekannt. Forschungen haben gezeigt, dass das Epstein-Barr-Virus, welches auch infektiöse Mononukleose auslösen kann, das Risiko erhöht, an der Hodgkin Krankheit zu erkranken.

Morbus Hodgkin: Diagnose durch Blutbild und CT

Die Hauptuntersuchungsmethode für die Diagnose der Krankheit ist eine Biopsie der Lymphknoten. Es werden dann Analysen des Lymphgewebes durchgeführt, um die Krebszellen auszumachen und das Vorliegen eines Lymphoms zu bestätigen.

Eine Blutanalyse, eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs oder ein CT des Bauchraums können dem Arzt bei seiner Diagnose ebenfalls helfen.

Morbus Hodgkin: Heilungschancen und Therapie je nach Stadien

Im frühen Stadium von Morbus Hodgkin basiert die Behandlung auf der Strahlenbehandlung. Hierbei werden die betroffenen Lymphknoten mit hochenergetischen Röntgenstrahlen beschossen.

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Wenn die Krankheit sich zu einem weiteren Stadium weiterentwickelt, wird eine Chemotherapie vorgenommen, um die Sternberg-Reed-Zellen zu zerstören. Sie wird meist mit der Strahlentherapie kombiniert.

Die Behandlung kann auch eine Stammzellen-Transplantation beinhalten. Die gesunden Zellen werden vor der Chemotherapie aus dem Knochenmark entnommen, um dann wieder eingesetzt zu werden.

Da Morbus Hodgkin auch auf andere Bereiche des Körpers übergehen kann, ist es wichtig, auch nach der Heilung zu wiederholten Arztbesuchen zur Nachsorge  zu erscheinen. Nur so kann eine weitere Krebserkrankung schnellstmöglich erkannt werden. 

• Maximilian Kunze
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