Gesundheit: Aus diesem Grund solltet ihr nie eine Krawatte tragen!

Gesundheit: Aus diesem Grund solltet ihr nie eine Krawatte tragen!

Es lebe der Casual Friday! Oder vielmehr Casual Wear für jeden Tag! Das ist jedenfalls die Nachricht, die einige Forscher uns überbringen, die entdeckt haben, dass das Tragen von Krawatten schwerwiegende Auswirkungen auf die jeweiligen Träger haben könnte.

Die Ergebnisse, die in der Zeitschrift Neuroradiology erschienen sind, zeigen, dass es dem Blutkreislauf schaden und Gesundheitsprobleme auslösen könnte, eine zu tragen. Die Ergebnisse eines Experiments, das am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein durchgeführt wurde, zeigen nämlich, dass es bisher ungeahnte Folgen für unsere Gesundheit und unsere geistigen Fähigkeiten hat, wenn man sich das symbolträchtige Stück Stoff um den Hals wickelt.

Der Blutkreislauf wird verändert

Wenn man in eine Suchmaschine „Krawatten tragen“ eingibt, bekommt man 8.780.000 Suchergebnisse. Für „keine Krawatte mehr“ sind es sogar 17.100.000. Das weist sicherlich auf einen beginnenden Trend hin, wenn nun haben sich Wissenschaftler mit dieser Frage beschäftigt und 30 Freiwillige an einem Versuch teilnehmen lassen, dessen Ergebnisse in der Zeitschrift Neuroradiology veröffentlicht worden sind. Bei dem Experiment wurde die Blutzirkulation im Gehirn analysiert.

Die Hälfte von ihnen trug eine Krawatte, die andere Hälfte nicht. Es wurde festgestellt, dass bei den Krawattenträgern die Blutzirkulation um 7,5% reduziert war. Der Grund? Die Krawatte drückt gegen die Halsvenen, die das Blut in den Schädel transportieren. Der Prozentsatz mag zwar gering erscheinen, aber er hat große Auswirkungen. Egal ob es ein einfacher, ein Windsor- oder ein Grantchesterknoten ist – sie alle führen dazu, dass sich der Blutfluss verringert und dadurch potentiell die Hirnaktivität gesenkt und die kognitivien Fähigkeiten eingeschränkt werden.

Sind die Ergebnisse zu relativieren?

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Wie ein Artikel in der New Scientist 2003 in Erinnerung rief, wurde bereits bewiesen, dass das Tragen einer Krawatte auch Auswirkungen auf den Blutdruck in den Augen haben und dadurch einen Grünen Star auslösen kann. Keith Barton, ein Augenarzt an einem Londonder Krankenhaus, warnte schon damals: „Wenn wir einen Patienten haben, der Augenüberdruck hat, müssen wir zuerst überprüfen, oder er eine zu enge Krawatte trägt.“

Genau das kann man auch der Studie vorwerfen, die in Deutschland durchgeführt wurde. Darin wird nicht angegeben, wie die Teilnehmer ihre Krawatte gebunden hatten. Und die britische Zeitschrift Metro bedauert eine zu geringe Anzahl der Probanden sowie einen Mangel an einer weitergehenden Analyse der Hirnreaktionen.

Angesichts der verheerenden Auswirkungen, die mehrfach erwiesen worden sind, hätte Oscar Wilde sicher lieber noch einmal über seine berühmte Aussage nachgedacht: Eine gut gebundene Krawatte ist der erste seriöse Schritt im Leben. Sofern sie nicht „zu gut gebunden“ ist!

Maximilian Vogel
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