Um ihr bestes Stück zu vergrößern, gehen diese Männer einem gefährlichen Trend nach mit schrecklichen Folgen

Um ihr bestes Stück zu vergrößern, gehen diese Männer einem gefährlichen Trend nach mit schrecklichen Folgen

Es funktioniert nicht und bringt die Gesundheit von Männern in Gefahr! Die Ärzteschaft von Papua-Neuguinea schlägt Alarm, weil sich ein Trend mit schrecklichen Folgen immer weiter im Land verbreitet, um den Penis zu vergrößern.

Es ist ein Thema, von dem manche Männer wie besessen sind: die Größe ihres Gliedes. Manche sind dazu bereit, wirklich alles zu versuchen, um ihren Penis um ein paar Zentimeter zu verlängern. In Papua-Neuguinea sind die Ärzte aufgrund der steigenden Anzahl von Männern, die eine seltsame Methode vanwenden, beunruhigt.

Wir erklären euch die Auswirkungen dieses Phänomens, das dabei ist, sich zu einer nationalen Gesundheitskrise zu entwickeln. Es geht dabei um Öl-Injektionen.

Erektionsstörungen und krümeliges Gewebe am Penis

Kokosöl, Öl für Babys, zum Fritieren oder auf Silikonbasis... In den Spritzen, die für die Injektionen in die Geschlechtsteile dieser Männer benutzt werden, befindet sich alles Mögliche. Die Herren hoffen darauf, dass ihr Penis dadurch größer wird. Und die Anzahl der Männer, die diese Methode ausprobieren, steigt immer weiter. Es handelt sich hier um eine gefährliche Praxis, die zahlreiche Konsequenzen nach sich zieht, wie zum Beispiel eine Deformierung und/oder Erektionsstörungen... um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Schon allein im Krankenhaus von Port Moresby (der Hauptstadt, Anm. d. Redaktion) wurden bereits 500 Fälle verzeichnet. „Im Schnitt habe ich in den letzten zwei Jahren fünf neue Patienten pro Woche behandelt. Dabei handelt es sich nur um diejenigen, die sich getraut haben, um eine Behandlung zu bitten. Wir wissen nicht, wie viele Männer sich insgesamt in dieser Lage befinden. Heute hatten wir schon sieben Männer, die sich behandeln lassen wollen“, erklärte der Chirurg Akule Danlop gegenüber dem Guardian.

Die meisten von ihnen haben anormales, krümeliges Gewebe am gesamten Penis, das manchmal bis zum Hodensack reichen kann. Laut dem Chirurgen haben manche Männer auch Geschwüre, die zu platzen drohen, und andere „Schwierigkeiten beim Urinieren, weil ihre Vorhaut geschwollen ist.“

Bei 90 Männern war ein chirurgischer Eingriff erforderlich, um zu versuchen, den Erektionsmuskel zu reparieren. In manchen Fällen sind die Patienten impotent geworden.

Komplexe und Scharlatane

Es gibt kein typisches Patientenprofil. Der Chirurg hat sowohl Fälle, bei denen die Patienten 16 Jahre alt sind, als auch Männer, die über 55 Jahre alt sind. Die Männer gehören allen möglichen sozio-professionellen Kategorien an. Außerdem betrifft dieses Phänomen nicht nur Männer, die in der Hauptstadt leben, sondern tritt im ganzen Land auf. Allerdings haben sie alle eine Sache gemeinsam: „Sie alle wollten die Länge und den Durchmesser ihres Glieds vergrößern, um ihre sexuelle Beziehung zu ihrer Partnerin zu verbessern.“

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Dieser Wunsch resultiert häufig aus einem Komplex. Dieser kann real sein, oder von Außenstehenden böswillig herbeigeführt werden, um vom Mangel an Selbstbewusstsein eines Mannes zu profitieren.

Glen Mola, Professor der Reproduktionsmedizin, Geburtshilfe und Gynäkologie an der Universität von Papua-Neuguinea, erläutert: „Ich glaube nicht, dass es sich hier um ein Problem handelt, dass ausschließlich in Papua-Neuguinea existiert. In allen Gesellschaften sind Jugendliche und Männer sehr auf ihren Penis fixiert.“ Dr. Mola ist davon überzeugt, dass die Injektionen illegal von Mitgliedern des medizinischen Personals vorgenommen werden, und zwar insbesondere von Pflegekräften, die die Komplexe der Männer zu kommerziellen Zwecken missbrauchen.

In Anbetracht der beunruhigenden Häufung von Fällen versuchen die Ärzte, so viele Daten wie möglich zu sammeln, um die Ursachen dieser Epidemie von „Penisverlängerungen, die böse enden“ auszumachen. Ihnen zufolge leidet das Land auch schon so an einem Ärztemangel... Und die Ärzte, die es gibt, haben wichtigeres zu tun „als Menschen zu behandeln, die sich diese Art von Problemen selbst eingehandelt haben.“

Maximilian Vogel
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