Ihr Mädchen ist ziemlich ungeschickt, dann erfahren die Eltern etwas Unerwartetes

Ihr Mädchen ist ziemlich ungeschickt, dann erfahren die Eltern etwas Unerwartetes

Ihr Kind lässt oftmals Dinge fallen, rutscht aus - ein richtig tollpatschig Mädchen, denken die Eltern. Doch dann stellt sich eines Tages heraus, dass sich hinter den Missgeschicken etwas Unerwartetes versteckt...

Madelyn ist ein tollpatschiges Kind, ständig verliert sie ihr Gleichgewicht, stolpert viel öfter als andere und schafft es einfach nicht, richtig Fahrrad zu fahren. Ihre Familie denkt sich nicht viel dabei, sondern schmunzelt über die Missgeschicke der Kleinen. Im Alter von 13 Jahren sollte sich für Madelyn jedoch alles ändern - mittlerweile sitzt die junge Frau sogar im Rollstuhl, wie die Bunte berichtet.

Unerwartete Erkenntnis  

Die heute 20-Jährige Madelyn erinnert sich an ihre Kindheit zurück: "Ich bin ein paar Mal in der Woche die Treppe hinuntergestolpert und konnte nie gut Fahrrad fahren, aber meine Eltern haben sich nichts dabei gedacht", so die junge Frau. Eines Tages verspürt das Mädchen während des Sportunterrichts starke Schmerzen in der Brust. Zunächst denken alle, dass diese aufgrund der Übungen hervorgerufen wurden, doch mit der Zeit kommen noch weitere gesundheitliche Beschwerden hinzu.

Dann kommt jedoch der Tag, der alles verändern sollte: Im Dezember 2012 wird Madelyn mit völlig überhöhter Herzfrequenz ins Krankenhaus eingeliefert. Dort führen die Ärzte verschiedene Untersuchungen und Tests mit der damals 13-Jährigen durch und stellen schließlich fest, dass Madelyns "Tollpatschigkeit" eine seltene genetische Krankheit namens Friedreich-Ataxie zugrunde liegt. Diese Erkrankung führt zu fortschreitendem Bewegungsverlust in Armen und Beinen und auch die Sprache kann mit der Zeit dadurch beeinträchtigt werden.

Madelyn verwirklicht ihren Traum trotz Schwierigkeiten 

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Weil es bisher keine Heilungsmöglichkeiten für die Krankheit gibt, können Betroffene nur auf Gehhilfen wie Rollstühle oder Prothesen zurückgreifen, um ihr Leben einigermaßen zu erleichtern. Zunächst will Madelyn den Alltag ohne Hilfe bewältigen und versucht sich fortzubewegen, indem sie sich an Möbeln und Wänden festhält. Als die Schmerzen und die ständig auftauchenden Muskelkrämpfe jedoch immer schlimmer werden, entscheidet sie sich dann schließlich doch für den Rollstuhl.

Anfänglich befürchtet die junge Frau, dass sie ihren Traumberuf als Lehrerin niemals ausüben könnte, doch mittlerweile meistert sie trotz Rollstuhl ihren privaten wie beruflichen Alltag gekonnt. Madelyn zeigt sich kämpferisch und erklärt, sie könne auch mit ihrer Krankheit noch sehr viele Dinge tun, die sie auch vor der Diagnose gemacht hat - trotz einiger kleiner Einschränkungen. Die junge Frau will jetzt mit ihrer Geschichte und ihrem unbändigen Kampfgeist anderen Betroffenen Mut machen.

Maximilian Vogel
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