Frau von Zug angefahren: Grausames Selfie sorgt für Empörung im Netz
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Frau von Zug angefahren: Grausames Selfie sorgt für Empörung im Netz

Von Fred Eilig
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Sollte man in allen möglichen Situationen Selfies machen? Das ist die Frage, die sich dieser Mann hätte stellen sollen. Er hat sich vor einer am Boden liegenden Frau fotografiert, die von einem Zug angefahren worden war.

Das Foto sorgt für Entsetzen in Italien. Das Selfie wurde in Piacenza im Südosten von Mailand aufgenommen. Ein Mann in weißen Shorts und weißem T-Shirt hat sich vor einer am Boden liegenden Frau, die kurz zuvor von einem Zug erfasst worden war, fotografiert. Während Sanitäter erste Hilfe leisteten, nahm der Mann sein Handy und machte ganz unbefangen ein Selfie.

Foto sorgt für Empörung

In demselben Augenblick wurde der Mann vom Fotografen Giorgio Lambri fotografiert. Das Bild ist in der italienischen Tageszeitung Libertà veröffentlicht worden und löste über die Grenzen Italiens hinweg einen riesigen Aufschrei aus.

„Die Bildunterschrift zu dem Foto, das ich aufgenommen habe, könnte lauten: ‚Houston, wir haben ein Problem!‘ Es zeigt, dass wir uns sehr weit von unseren Werten entfernt haben...“, schrieb Giorgio Lambri auf Facebook.

In seinem Post erklärt der Fotograf, dass der Frau ein Bein amputiert werden musste. Der Mann, der das Selfie machte, wurde von der Polizei kontaktiert und dazu gezwungen, die Fotos zu löschen. Um eine Straftat handelt es sich jedoch nicht.


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