Wissenschaftler zu 80% sicher: Dank unkonventioneller Methode gibt es im September einen Corona-Impfstoff
Wissenschaftler zu 80% sicher: Dank unkonventioneller Methode gibt es im September einen Corona-Impfstoff
Wissenschaftler zu 80% sicher: Dank unkonventioneller Methode gibt es im September einen Corona-Impfstoff
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Wissenschaftler zu 80% sicher: Dank unkonventioneller Methode gibt es im September einen Corona-Impfstoff

Forscher aus Oxford geben angesichts ihrer jüngsten Erfolge bekannt, dass schon im September ein fertiger Corona-Impfstoff zur Verfügung stehen könnte. Wir erklären euch, wie ihre unkonventionelle Herangehensweise zum Erfolg führen kann.

Forscherteams aus den USA und Großbritannien verzeichnen unabhängig voneinander vielversprechende Erfolge bei ersten Experimenten mit einem möglichen Corona-Impfstoff. Erstmals weisen Patienten, an denen der Impfstoff getestet wird, Immunität gegen das Virus auf, das unsere Welt nun schon seit mehreren Monaten in Atem hält.

Oxford-Forscher kurz vor großem Durchbruch

Eine Gruppe von Wissenschaftlern der Oxford University haben es geschafft, mit einer etwas anderen, unkonventionelleren Herangehensweise, ein wirksames Mittel gegen Corona herzustellen. Mittlerweile lassen sie verlauten, zu "80 Prozent" sicher zu sein, bis September einen Impfstoff in großen Mengen produzieren zu können.

Während sich ein Großteil der Forscher bislang auf Mittel konzentrieren, die unserem Körper dabei helfen, Antikörper zu bilden, springt bei den Probanden des Oxford-Teams eine andere Methode besser an: Ihr Impfstoff täuscht dem menschlichen Körper vor, mit Corona infiziert zu sein, sodass dieser spezielle Substanzen, sogenannte T-Zellen aufbaut, die das Virus abtöten.

Versuche mit Tausenden Probanden nötig

Zwar sind die ersten Versuche in kleinerem Maße erfolgreich, doch bis ein Impfstoff in großen Mengen produziert und verteilt werden darf, benötigt es noch etwas Zeit. Zunächst muss ausgeschlossen werden, dass schwere Nebenwirkungen nach der Impfung auftreten können. Einige der Patienten, an denen die neue T-Zellen-Variante getestet wird, klagen danach über milde Beschwerden wie Müdigkeit oder Muskelschwäche. Wenn es dabei bleibt, wäre es ein kleiner Preis für die Corona-Immunität.

Die britischen Wissenschaftler erhoffen sich, bald in die dritte Phase der Experimente übergehen zu können, die über 10.000 Probanden auf der ganzen Welt involvieren wird. Erst danach kann festgestellt werden, wie gut das neue Mittel tatsächlich wirkt.

US-Forscherteam weltweiter Spitzenreiter

Auch das US-amerikanische Pharmaunternehmen Moderna macht Fortschritte bei den Corona-Experimenten. Schon Ende dieses Monats möchten sie Versuche mit bis zu 30.000 Teilnehmern durchführen, was bereits einen aussagekräftigen Überblick über die Wirksamkeit ihres Stoffes geben wird. Sogar der amerikanische Top-Virologe Dr. Fauci zeigt sich angesichts der jüngsten Entwicklungen zuversichtlich.

Es ist spannend zu sehen, wie sich zwei unterschiedliche Teams mit unterschiedlichen Methoden dem fertigen Corona-Impfstoff immer weiter nähern. Wer wird zum Schluss das Rennen machen? Wird sich die Prognose der britischen Forscher bewahrheiten, dass uns bereits im September ein fertiges Covid-Heilmittel zur Verfügung steht? Klar ist: Die großen Versuchslabore dieser Welt werden nicht in die Sommerpause gehen, sondern weiterhin auf Hochtouren laufen.

Von Sarah Kirsch
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