WHO-Experte überzeugt: Pandemie-Ende in wenigen Monaten

Deutschland fährt aus Angst vor den neuartigen Corona-Mutationen aus Großbritannien und Südafrika das öffentliche Leben noch immer weitestgehend herunter. Doch nun scheint es einen Silberstreifen am Horizont zu geben.

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In Deutschland stagnieren die Infektionszahlen seit mehreren Wochen. Doch die Wiedereröffnung von Gastronomie und Einzelhandel ist noch nicht absehbar.

Die Furcht vor einer dritten Welle, ausgelöst durch die neuen Sars-CoV-2-Varianten, ist noch immer zu groß, als dass weitere Schritte zur Öffnung in Aussicht stünden. Zudem hat uns der Coronavirus schon genügend Lebensjahre geraubt...

Globaler Höhepunkt des Coronavirus in zweiter Januarwoche

Wenn man das Infektionsgeschehen der letzten Monate betrachtet, scheint diese Furcht auch nicht gänzlich unberechtigt zu sein: Erst in der zweiten Januarwoche erreicht das Coronavirus seinen globalen Höhepunkt mit mehr als 800.000 Infektionen an einem Tag.

Doch nun scheint sich das Blatt zu wenden: Wie die WHO berichtet, gehen die Infektionszahlen weltweit stark zurück. Innerhalb von nur sechs Wochen sind die Fallzahlen mehr als halbiert (rund 350.000 Infektionen pro Tag), Tendenz: Weiter sinkend. Zudem werden erstmals seit Beginn der Pandemie nun auch rund um den Globus rückläufige Zahlen bezüglich der Todesfälle vermeldet.

Endlich mal wieder eine gute Nachricht!  bruce mars@Unsplash

WHO-Regionaldirektor erklärt Pandemie in wenigen Monaten für überstanden

WHO-Regionaldirektor Hans Henri Kluge zeigt sich gegenüber dem Dänischen Rundfunk zuversichtlich und erklärt die Pandemie in wenigen Monaten für überstanden:

Es wird weiterhin ein Virus geben, aber ich glaube nicht, dass Einschränkungen nötig sein werden. Das ist eine optimistische Aussage.

Mutationen seien laut Kluge normal und würden nicht dazu führen, dass das Coronavirus außer Kontrolle gerate. Und wenn man die Inzidenzen verschiedener Länder betrachtet, scheint er damit Recht zu haben: Die Infektionen der Länder mit hoher Mutationsinzidenz fallen ebenso stark, wie in Regionen mit nur wenigen Mutationsfällen.

Laut NTV spricht der WHO-Direktor außerdem von einer "sehr ermutigenden" Entwicklung und "einer Wende". Demnach machen die sinkenden Corona-Zahlen Mut, sollten aber nicht zum Übermut verleiten, wie WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus betont:

Jetzt müssen wir den positiven Trend verstetigen. Das Feuer ist noch nicht aus, und wenn wir es nicht weiter bekämpfen, kommt es lodernd zurück.