Wissenschaft: Diese Art zu fluchen beeinflusst eure Gesundheit positiv
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Wissenschaft: Diese Art zu fluchen beeinflusst eure Gesundheit positiv

Bei Stress, Wut oder Frust solltet ihre euren Gefühlen einfach freien Lauf lassen. Die Forschung gibt euch grünes Licht: Fluchen soll gesund sein. Hier erklären wir euch den Grund dafür.

Wer hätte das gedacht? Schimpfwörter, die die meisten Menschen zu meiden versuchen, sollen in Wirklichkeit gut für die Gesundheit sein. Zu diesem Schluss kommen mehrere wissenschaftliche Studien, allen voran eine von den Forschern der Universität von Keele in Großbritannien.

Es herrscht Einigkeit

Die Experten sind sich einig: Seine Sprache mit Schimpfwörtern zu schmücken hat einen Sinn, und zwar insbesondere, wenn es um den Umgang mit Schmerzen geht.

"Flüche sind eine so häufige Reaktion auf Schmerzen, dass es da zwangsläufig einen unterschwelligen Zusammenhang gibt", erklärt Richard Stephens, Psychologe und Hauptautor der Studie. Im Rahmen seiner Forschung hat er festgestellt, dass das Fluchen während des Empfindens von Schmerzen die Schmerzgrenze zu erhöhen und sogar das Schmerzempfinden zu verringern scheint (eine Ausnahme sind dabei sicherlich Schmerzen, die man wegen Trigeminusneuralgie hat).

Sparsam verwenden

Allerdings muss man Folgendes beachten: Laut den Wissenschaftlern wurde dieser überraschende Zusammenhang nur bei Menschen beobachtet, die im Allgemeinen wenig fluchen. Wie bei allen schönen Sachen auf der Welt, gilt also, dass man Schimpfwörter nur sparsam verwenden darf.

Manchmal platzt es einfach aus uns heraus: Passiert es nicht oft, ist das Fluchen sogar gut dasilvafa@Getty Images

Neben anderen positiven Auswirkungen auf die Gesundheit haben die Wissenschaftler auch festgestellt, dass Schimpfwörter eine kathartische Wirkung haben. "Sie vermitteln auf sehr effiziente Art und fast direkt unsere Gefühle", betont der Psychologe Timothy Jay. Ihm zufolge können Obszönitäten auch ein Zeichen für Intelligenz sein: "Der flüssige Gebrauch von Schimpfwörtern geht in der Regel mit einer generellen Sprachflüssigkeit einher", erklärt er. Und die Moral von der Geschicht': Ab und an ein Schimpfwort kann nicht schaden.

Von Simone Haug

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