Bei der OP merken die Ärzte: Der Gehirntumor dieser Frau ist etwas ganz anderes
Bei der OP merken die Ärzte: Der Gehirntumor dieser Frau ist etwas ganz anderes
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Bei der OP merken die Ärzte: Der Gehirntumor dieser Frau ist etwas ganz anderes

Die Ärzte denken, diese Frau hätte einen Tumor... Aber zu ihrer Überraschung finden sie etwas ganz anderes in ihrem Gehirn: In Wirklichkeit handelt es sich um einen lebenden Bewohner.

Rachel Palma, eine 42-jährige New Yorkerin, klagt bei ihrem Hausarzt über seltsame Symptome: Sie vergisst plötzlich bestimmte Wörter und lässt unabsichtlich Gegenstände fallen, die sie in den Händen hält.

Unter dem Mikroskop entdecken sie etwas

Nach einer MRT-Untersuchung machen die Mediziner etwas aus, das sie für eine Läsion halten, die einen potentiell bösartigen Tumor enthält. Sie entfernen diesen Tumor in einer Notoperation.

Aber zu ihrer großen Überraschung stellen sie dabei fest, dass der Tumor nicht so aussieht wie normalerweise. Nachdem sie ihn der Patientin erfolgreich entfernen, legen sie ihn unter ein Mikroskop und öffnen ihn. Dabei kommt ein winziger Plattwurm zum Vorschein.

Im MRT sieht es aus wie ein Tumor. Sebastian Condrea / Getty Images

Mit dem Schrecken davongekommen

Bei Rachel wird infolgedessen Zystizerkose diagnostiziert – eine parasitäre Infektion des zentralen Nervensystems, die durch einen Plattwurm, genauer gesagt einen Taenia, der sich infolge des Konsums von rohem oder nicht garem Schweinefleisch in ihr eingenistet hat.

Der Parasit wird in Form von mikroskopisch kleinen Eiern aufgenommen. Nachdem sie in den Organismus gelangen, schlüpfen die Würmer aus den Eiern und können sich in verschiedenen Organen, Muskeln, den Augen, der Haut usw. einnisten. Aufgrund der großen Mengen an Blut ist der Lieblingsplatz der Würmer das Gehirn.

Der Fall von Rachel Palma wirft unter Ärzten viele Fragen auf, denn die Patientin gibt an, kein rohes oder nicht gares Fleisch gegessen zu haben und auch keine Reise in ein anderes Land unternommen zu haben.

Auch wenn die Vorstellung, einen Wurm im Kopf zu haben, sehr verstörend und abstoßend erscheinen mag, sind die Ärzte sehr erleichtert, dass es kein Tumor ist, der das Leben von Rachel in Gefahr hätte bringen können. Nachdem der Parasit entfernt wurde, braucht sie keinerlei Behandlungen mehr.

Von Pia Karim
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