Coronavirus und Raucher: Chinesische Studie offenbart deutliches Ergebnis
Coronavirus und Raucher: Chinesische Studie offenbart deutliches Ergebnis
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Coronavirus und Raucher: Chinesische Studie offenbart deutliches Ergebnis

Das Coronavirus verschont niemanden. Die Mediziner warnen vor allem Diabetiker, Fettleibige oder Krebskranke, denn sie gehören zur Risikogruppe. Wie sieht es aber mit Rauchern aus? Sind sie besonders in Gefahr?

Laut Epidemiologischer Suchtsurvey 2018rauchen etwa zwölf Millionen der Deutschen regelmäßig. Das ist besonders in Zeiten des Coronavirus eine besorgniserregende Zahl. Eine chinesische Studie stellt nämlich einen Zusammenhang zwischen dem Covid-19 und dem Rauchen her.

Zwölf Millionen Menschen in Deutschland rauchen regelmäßig  Westend61@Getty Images

Eine Studie mit klaren Ergebnissen

DasNew England Journal of Medicineveröffentlicht eine Studievon chinesischen Forschern, die einen Zusammenhang zwischen dem Coronavirus und dem Glimmstängel herstellt. Es werden 1.099 infizierte Personen untersucht, unter anderem hinsichtlich ihrer Rauchgewohnheiten. Das Ergebnis: Wie bei allen Erkrankungen der Lungen und der Bronchien gilt auch beim Covid-19, dass Raucher besonders gefährdet sind.

Die Studie wird in China an 552 Krankenhäusern durchgeführt,1.099 Coronavirus-Erkrankte werden untersucht. Im Laufe der Analysen fördern die chinesischen Mediziner folgendes Ergebnis zutage: In den Krankenhäusern sind 21 % der Raucher erkrankt, allerdings nur 14 % der Nichtraucher. Von sogenannten "schweren Verläufen" der Erkrankung (künstliche Beatmung, Reanimation, Tod) sind 14 % der Raucher betroffen, aber nur 5 % der Nichtraucher.

Begünstigt das Rauchen also eine Erkrankung am Coronavirus?

Wir empfehlen euch nun zwar, mit dem Rauchen aufzuhören, doch diese Ergebnisse sind doch mit Vorsicht zu genießen. Die Forscherin Sandrine Belouzard am französischen Forschungsinstitut für Infektionen und Immunität in Lille erklärt im Gespräch mit LCI:

Die Tatsache, dass man Raucher ist, kann zu chronischer Bronchitis oder Atemwegserkrankungen führen, die anschließend Komorbiditätsfaktoren (das gleichzeitige Auftreten von zwei Krankheiten, Anm. d. Red.) für dieses Virus darstellen.

Es ist aber noch zu früh, um Schlussfolgerungen ziehen zu können. Sie schwächt auch die chinesische Studie ab:

Mehr als 85 % der Personen, die am Coronavirus erkranken, haben noch nie geraucht, gegen 12 bis 13 %, die bereits geraucht haben.

Zusammenfassend können wir also sagen, dass der blaue Dunst nicht direkt mit dem Coronavirus zusammenhängt. Regelmäßiges Rauchen schwächt allerdings unseren Körper, weshalb der Organismus von Rauchern weniger gut für die Bekämpfung des Covid-19 gerüstet ist. Ihr findet die Erklärung auch oben im Video!

Von Sarah Kirsch
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