Coronavirus: Forscher entwickeln Maske, die leuchtet, wenn der Träger infiziert ist
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Coronavirus: Forscher entwickeln Maske, die leuchtet, wenn der Träger infiziert ist

Amerikanische Wissenschaftler von Harvard und dem Massachusetts Institute of Technology arbeiten an der Entwicklung einer Maske, die ein Leuchtsignal abgibt, sollte der Träger Covid-19 haben.

Es könnte ein bedeutender Schritt im Kampf gegen das Coronavirus sein: Ein Team von Wissenschaftlern der zwei renommierten Universitäten Havard und dem MIT sowie Forschungsinstituten in Massachusetts arbeiten an der Entwicklung einer Maske, die leuchtet, wenn sie von jemandem getragen wird, der mit dem Coronavirus infiziert ist, erklärt das Magazin Business Insider. Was genau ist der Nutzen dieser Maske und wie funktioniert sie?

Schneller und günstiger als herkömmliche Tests?

Die Entwicklung dieser Masken könnte ein großer Schritt in der Forschung und dem Kampf gegen das Coronavirus sein und eine wirksame optische Messung bieten. Die Maske wäre ohne Zweifel schneller, reaktionsfreudiger und günstiger als herkömmliche Tests.

Pflegekräfte könnten diese Masken benutzen, um eine Frühdiagnose an Patienten zu stellen, ohne ihre Proben zur Analyse in ein Labor schicken zu müssen.

Daher arbeiten die Wissenschaftler nun auf Hochtouren: Seit Wochen untersucht das Team, ob die Sensoren in den Masken auch in kleinen Speichelproben Covid-19 nachweisen können. Diese Masken bestehen aus Keimplasma, das sich mit einem Virus verbinden kann, um so eine visuelle Reaktion hervorzurufen.

Das Verfahren hat bereits positive Wirkung gezeigt

Die Sensoren in der Maske benötigen ein feuchtes Klima, um aktiv zu werden: Dafür genügt es, wenn der Patient hustet, niest oder einfach nur atmet. Diese Sensoren sind in der Lage, die Gensequenz eines Virus zu identifizieren - sprich, sie können diesen ganz genau bestimmen.

Auch wenn dieses Verfahren sehr kompliziert scheint, kam es bereits bei SARS, der Grippe, Hepatitis C und vielen anderen Viren erfolgreich zum Einsatz. Sobald die Sensoren eine Gensequenz des Virus identifiziert haben, stößt die Maske in weniger als drei Stunden ein Leuchtsignal aus. Auch wenn dies lang erscheinen mag, bedeutet es gegenüber herkömmlicher Tests doch einen enormen Zeitgewinn.

Wenn die Pflegekräfte im Zweifelsfall mit bloßem Auge kein Leuchtsignal erkennen können, können sie ein Spektralfluorimeter benutzen, um das Signal sichtbar zu machen: ein Gerät mit einfacher Handhabung, das auch im Großhandel zu finden ist.

Von Martin Gerst

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