Neue Null-Euro-Scheine sorgen für große Nachfrage

Neue Null-Euro-Scheine sorgen für große Nachfrage

Wir Deutschen lieben unser Bargeld und haben gerne auch einmal mehrere hundert Euro in Scheinen mit im Geldbeutel. Doch den neuen Null-Euro-Schein kennen nur die wenigsten. Dabei erfreut er sich in Europa immer größerer Beliebtheit.

Es soll Geldscheine geben, die keinen Wert haben und mit denen man nichts kaufen kann. Das ist die lustige Idee, die Richard Faille im Jahr 2015 hat. Seitdem produziert der Unternehmer aus der Auvergne „Null-Euro-Scheine“, auf denen europäische Sehenswürdigkeiten wie die Münchener Frauenkirche oder der Pariser Triumphbogen abgebildet sind.

Aber wozu sind diese speziellen „Banknoten“ gut? Sie dienen als Werbemittel und wurden für Sammler und Touristen entworfen, die sich auch prompt auf die falschen Banknoten stürzen. Man muss dazu sagen, dass Richard Faille weiß, was er da tut und er nicht zum ersten Mal mit falschem Geld handelt. Schon früher verkauft er in Zusammenarbeit mit der Monnaie de Paris, der französischen Münzprägeanstalt, Souvenirmedaillen. 

Die falschen Banknoten werden für 2 Euro das Stück verkauft und haben die gleichen Eigenschaften wie echte Banknoten, vom Wasserzeichen über das Hologramm bis hin zur Sicherheitsnummer. Nur das für die Herstellung verwendete Papier ist anders, um nicht als echtes Zahlungsmittel von Selbstbedienungskassen erkannt zu werden. Besonders gut für Richard Faille: Sein Unternehmen, das das „Falschgeld“ herstellt, hat den Segen der EZB erhalten, die dieses Geschäft zum Glück nicht als illegalen Handel einstuft.

Es ist schon beachtlich, dass der Wert dieser Scheine auf Auktionsseiten im Internet bereits am Explodieren ist. Das ist der Beweis dafür, dass der falsche Geldschein gut bei Sammlern ankommt und längst eine Alternative zur klassischen Ansichtskarte geworden ist.

• Juliane Kretsch-Oppenhovel
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