Klopp über Corona: "Ich trage ein Baseballcap und bin schlecht rasiert. Ich verstehe nichts davon"
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Klopp über Corona: "Ich trage ein Baseballcap und bin schlecht rasiert. Ich verstehe nichts davon"

Mit Hinsicht auf heute Abend sollte sich Jürgen Klopp eigentlich v. a. mit einer Sache auseinandersetzen: seinem Job als Fußballtrainer. Die Zahl der Journalisten, die von ihn im Vorfeld aber lieber einen Kommentar zum grassierenden Coronavirus hätte, scheint stetig zu wachsen. Das geht dem gebürtigen Stuttgarter mächtig gegen den Strich und das lässt er die Welt auch wissen.

Heute Abend ist es soweit: Klopps FC Liverpool muss zu Hause gegen Atlético de Madrid antreten. Bei Pressekonferenzen und in Interviews vor dem Match beherrscht aber ein ganz anderes Thema den Fragenkatalog der anwesenden Medienleute: der Coronavirus.

Trockene Antworten

Schon vor ein paar Tagen zeigt Jürgen Klopp, wie genervt er davon ist, Fragen zum Coronavirus beantworten zu müssen. Als er nach dem Aus im FA Cup darauf angesprochen wird, reagiert er ziemlich ungehalten:

Ich trage ein Baseballcap und bin schlecht rasiert. Ich verstehe nichts davon. Das gilt für Politik und Corona. Wieso fragen Sie mich?

Er könne nicht nachvollziehen, weshalb die Meinung von Fußballtrainern bei solch einem wichtigen Thema überhaupt relevant sei:

Ich könnte genauso Sie fragen. Sie sind im selben Beruf wie ich, es ist völlig egal, was prominente Leute sagen.

Expertenwissen sei gefragt und in diesem Fall sei er einfach der falsche Ansprechpartner.

Fast versöhnliche Töne

Kurz vor dem wichtigen Spiel am heutigen Abend äußert er sich nochmals zu dem Thema, wirkt dieses Mal aber weniger genervt von der Fragerei.

Seine Haltung zu Geisterspielen (das Spielen in einem Stadion ohne Zuschauer) ist dabei recht klar: Wenn es denn sein müsse, führe eben kein Weg daran vorbei, vor leeren Rängen zu spielen. Er wisse nicht, ob es besser sei, sich das Spiel in einer großen Gruppe zu Hause vor dem Fernseher anzusehen, aber äußert laut DAZN auch Verständnis dafür, sollte es soweit kommen:

Was immer entschieden wird, wir werden das respektieren, weil wir alle Familien, Eltern, Kinder, Freunde haben und wollen, dass es denen gut geht. Ich glaube, einige Dinge sind wichtiger als Fußball, und ich glaube, das wird uns in diesem Moment gerade bewusst. Alles, was wir jetzt brauchen, ist Zeit, um eine Lösung dafür zu finden.
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Das hört sich doch mal nach einer erfrischenden ehrlichen Einstellung an!

Von Simone Haug
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