Wie lange man überleben kann, ohne zu essen

Wie lange man überleben kann, ohne zu essen

Nahrung ist unverzichtbar für unseren Organismus. Mit ihr werden im Körper Reserven angelegt, auf die jeden Tag zurückgegriffen wird. Doch wie lange kann man es ohne Nahrung aushalten?

Einen Tag, zwei Tage, eine Woche: Wie lange würdet ihr es ohne Nahrung aushalten? Die meisten Menschen würden es wohl kaum einen Tag aushalten, doch manch einer behauptet sogar, sich mehrere Monate, ja Jahre, nicht ernährt zu haben. Die Frage beschäftigt die Wissenschaft schon länger.

Wenn unser Organismus sich auch an viel gewöhnen kann, ist Nahrung ein Muss, damit er ordentlich funktioniert. Ohne Nahrung greift der Körper auf Reserven zurück und die sind natürlich endlich.

Wie lange kann man ohne Essen leben?

Im Laufe der Geschichte haben schon viele Menschen versucht, ohne Nahrung zu leben, und die Ergebnisse waren komplett unterschiedlich. Wie lange man überlebt, hängt vom Individuum ab, aber auch von den jeweiligen Lebens- und Gesundheitsbedingungen.

Theoretisch kann der Mensch etwa 30 Tage ohne Nahrung ausharren. Fehlt neben Nahrung aber auch Wasser, stirbt man nach wenigen Tagen. Wasser ist für den Organismus noch wichtiger als Nahrung. Auch der Gesundheitszustand der betroffenen Person ist entscheidend

Mit Wasser, guten Lebensbedingungen und einem relativ ordentlichen Gesundheitszustand sind sogar mehr als 30 Tage möglich, doch natürlich hat das seine Folgen. Wenn die Nahrung fehlt, versucht der Körper in mehreren Etappen, dieses Defizit auszugleichen.

Was passiert, wenn man nicht mehr isst?

1. Phase: Glukosereserven 

Der Körper reagiert viel schneller, als man denkt: Nur sechs Stunden nach der letzten Mahlzeit fehlt es dem Körper bereits an notwendigen Kohlenhydraten, um die Energiereserven aufzufüllen. Er nutzt daher die Glukosereserven, um diesen Mangel auszugleichen.

Diese Reserven reichen für die ersten 72 Stunden. Dabei verliert man schnell viel Gewicht. Nach drei Tagen ohne Nahrung startet die zweite Phase, die etwa zwei Wochen dauert.  

2. Phase: Fett- und Muskelreserven 

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In dieser Phase wird es komplizierter: Der Körper beginnt, sich „selbst aufzufressen“ und greift auf die Fettreserven zurück, später auch auf die Muskelreserven. Er verwendet die Proteine und stellt mit den Aminosäuren Glukose her. Es kommt zu einem bedeutenden Muskelabbau.

3. Phase: Proteinabbau

Die dritte und letzte Phase ist besonders bedrohlich. Der Organismus nutzt die Proteine, die ihm bleiben. Da Proteine entscheidend für den Körper sind, stößt der Organismus an sein Limit. Der Betroffene schwebt endgültig in Lebensgefahr.

• Maximilian Vogel
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