Ein Lichtblick für die Umwelt: Das Coronavirus hat positive Auswirkungen
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Ein Lichtblick für die Umwelt: Das Coronavirus hat positive Auswirkungen

Trotz aller Probleme, die es bringt, hat das Coronavirus auch eine positive Auswirkung: die Verringerung der Luftverschmutzung. Seit dem Beginn der Epidemie laufen die Fabriken in China und Italien auf Sparflamme. Das Ergebnis: Unser Planet kann wieder durchatmen.

Die Liste der negativen Folgen des Coronavirus ist lang: Öffentliche Orte, die nicht Teil der kritischen Infrastruktur sind, sperren zu, die Schulen schließen, Großveranstaltungen werden abgesagt, bald folgt wohl ein allgemeines Versammlungsverbot und überall herrscht Angst und Panik. Es ist also schwer vorstellbar, dass sich das Covid-19 auch gut auf unseren Planeten auswirken kann.

Coronavirus: Ein spektakulärer Rückgang der Luftverschmutzung in China

China läuft seit der Entdeckung des neuen Coronavirus im Januar auf Sparflamme. Seit das Land unter Quarantäne steht, wird allerdings auch ein äußerst deutlicher Rückgang der Luftverschmutzung verzeichnet.

Das finnische Zentrum für Forschung zu Energie und sauberer Luft berechnet, dass seit Februar der CO2-Anteil in der Luft in China um ein Viertel zurückgegangen ist. Das entspricht 200 Millionen Tonnen weniger giftige Gasteilchen. Die Forscherin Fei Lu zeigt sich in einer Pressemitteilung der NASA erfreut:

Es ist das erste Mal, dass ich einen so spektakulären Rückgang auf einem so großen Gebiet feststelle, der mit einem besonderen Ereignis in Verbindung steht.

Luftqualität verbessert sich

Die Forscherin analysiert Satellitendaten und stellt fest, dass das Stickstoffdioxid, das von Fahrzeugen und industrieller Aktivität stammt, zwischen Januar und Februar stark zurückgeht. Ganz besonders trifft dies auf die Regionen Peking, Shanghai und Hongkong zu. Die chinesische Luftqualität ist also deutlich besser als zu Beginn der Coronavirus-Epidemie. Dasselbe Phänomen ist in Italien zu beobachten.

Sinkende Treibhausgasemissionen in Italien

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) enthüllt am 13. März ein fesselndes Video. Man sieht darauf, wie sehr die Stickstoffoxidkonzentration zwischen 1. Januar und 11. März in Europa zurückgeht. Die Ergebnisse sind besonders in Norditalien besonders gut sichtbar. So äußert sich der ESA-Missionsleiter Claus Zehner dazu:

Wir sind ziemlich sicher, dass der Rückgang der Emissionen mit der Abriegelung Italiens zusammenfällt, die zu weniger Verkehr und industrieller Aktivität führt.

Leider sind zahlreiche Forscher um einen CO2-Anstieg am Ende der Epidemie besorgt. Für mehr Details schaut euch das Video oben an!

Von Martin Gerst

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