Komodowaran: Das Blut dieses Raubtiers könnte uns das Leben retten
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Komodowaran: Das Blut dieses Raubtiers könnte uns das Leben retten

In einer neuen Studie geben Wissenschaftler bekannt, dass sie antibakterielle Eiweiße im Blut des Komodowarans entdeckt haben. Diese Moleküle helfen ihnen dabei, sich vor tödlichen Infektionen zu schützen - und könnten auch uns nützlich werden.

Die größte lebende Echse, der Komodowaran, ist in Indonesien zu finden und ein gefährliches Raubtier, dem man besser nicht zu nahe kommen sollte, denn es erledigt einen Wasserbüffel innerhalb von Minuten, um ihn zu verspeisen. Die Forschung interessiert sich jedoch neuerdings für ihr Blut, da dies für die Gesundheit des Menschen von Interesse sein könnte.

Eigenheit seines Blutes

Der Spiegelberichtet, dass Forscher im Blut dieser Riesenechse bisher unbekannte Substanzen gefunden haben, die auch uns Menschen helfen könnten. Das Blut eines Komodowarans könnte uns daher womöglich das Leben retten.

Ihr Blut ist stark peptidhaltig und antimikrobiell. Das bedeutet, dass die Substanzen in ihrem Blut eine starke antibakterielle Wirkung haben und uns Menschen in Zukunft einen Fortschritt in der Medizin liefern könnten.

Das Raubtier könnte für die Forschung einen enormen Mehrwert darstellen. Herianus Herianus / EyeEm / Getty Images

Antibiotikaresistenz

Wir haben die Komodowarane ausgewählt, weil ihr Speichel eine komplexe Mischung aus Bakterien enthält. Wir haben verschiedene Peptide identifiziert, die interessante, antibakterielle Eigenschaften haben sowie eine biofilmhemmende Wirkung.

Der Forscher Barney Bishop erklärt, dass mehrere Echsen untersucht wurden. Bezüglich der biofilmhemmenden Wirkung lässt sich erklären, dass Biofilme Bakteriengruppen darstellen, die resistent gegen Antibiotika sind. Und eben diese Biofilme könnten das Blut der Komowarane zerstören.

Da die Antibiotikaresistenz bei uns Menschen immer weiter fortschreitet, könnte es tatsächlich spannend sein, herauszufinden, wie man diese biofilmhemmende Wirkung auf den Menschen übertragen kann. Was klingt wie Zukunftsmusik, könnte schon bald Realität werden.

Von Maximilian Vogel
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