Vierte Welle: Während die Politik auf die Impfkampagne setzen will, fordert Mediziner die 2G-Regel

Die vierte Welle ist im Anrollen - da sind sich Bundesregierung und Robert-Koch-Institut (RKI) einig. Während die Politik auf die Impfkampagne setzt, fordert der Vorsitzende des Weltärztebundes die 2G-Regel.

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Bisher haben nur 62 Prozent der deutschen Bevölkerung eine vollständige Impfung - und das, wo schon von einer dritten Impfung die Rede ist. Das ist nicht ausreichend, um eine vierte Welle im Herbst zu verhindern - zumindest darin sind sich Bundesregierung und RKI einig.

Bei der Impfkampagne versagt

Für Grünen-Fraktionschef im Bundestag, Anton Hofreiter, hat die Bundesregierung bei der Impfkampagne versagt, wie er der Heilbronner Stimme sagt:

Man kann nicht aufhören mit der Pandemiebekämpfung, nur weil man im Wahlkampfmodus ist. (...) Wir könnten dank der Impfstoffe weitgehend unser ganz normales Leben zurückhaben. Jetzt droht aber eine vierte Welle, weil die Bundesregierung die Impfkampagne vor die Wand gefahren hat.

Der Zeitpunkt, um allein auf die Impfkampagne zu setzen, scheint vorbei. Frank Ulrich Montgomery, der Vorsitzende des Weltärztebundes, hat sich deswegen für eine Verschärfung der Corona-Beschränkungen ausgesprochen, wie ntv.de berichtet.

2G statt 3G-Regel

Es würde nicht mehr reichen, die Impfquote durch mobile Angebote zu erhöhen. Stattdessen müsse bundesweit und wo möglich die 2G-Regel eingeführt werden. Auch als Anreiz, um sich doch noch impfen zu lassen.

Im Vergleich zur 3G-Regel würde die 2G-Regel bedeuten, dass nur Geimpfte und Genesene zu bestimmten Räumlichkeiten Zutritt bekämen. Einschränkungen, die nicht sein müssten, wenn der Impffortschritt nicht so schleppend wäre. Bisher sind nur zwei Drittel der Bevölkerung mindestens einmal geimpft.

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