"Check Your Privilege": Eine Challenge gegen Rassismus, die viral geht
"Check Your Privilege": Eine Challenge gegen Rassismus, die viral geht
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"Check Your Privilege": Eine Challenge gegen Rassismus, die viral geht

Auf TikTok nehmen zahlreiche User an einer Challenge unter dem Namen "Check Your Privilege" teil. Ihr Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe anders behandelt werden.

Alles begann mit einem Video, das die Internetnutzerin boss_bigmamma auf ihrem TikTok-Account veröffentlichte. Darin sieht man sie in ihrem Auto, ihre zehn Finger vor sich erhoben, während sie einer Stimme zuhört, die sagt:

  • Gib einen Finger runter, wenn du schon einmal mit einem rassistischen Ausdruck beschimpft wurdest
  • Gib einen Finger runter, wenn du schon einmal in einem Geschäft ohne Grund verfolgt wurdest
  • Gib einen Finger runter, wenn schon einmal jemand die Straßenseite gewechselt hat, um dir aus dem Weg zu gehen
  • Gib einen Finger runter, wenn schon einmal jemand seine Handtasche fester an sich gedrückt hielt, während ihr zusammen in einem Aufzug wart

Wer senkt keine Finger?

Die Stimme aus dem Off beschreibt eine ganze Reihe von Szenarien der Diskriminierung, und boss_bigmamma senkt jedes Mal einen Finger. All diese Situation hat sie bereits erlebt. In der Beschreibung zu ihrem Post schreibt sie: "Wie viele sind bereit, es zu machen? Angehöriger aller Rassen. Privilegien sind nicht nur eine Frage des Geldes."

Zahlreiche User jeglicher Hautfarbe haben auf den Aufruf der Amerikanerin reagiert und ihr eigenes Video in dem sozialen Netzwerk gepostet. Wie man sehen kann, müssen manche von ihnen gar keine Finger senken.

Aussagekräftige Videos

Wer? Personen weißer Hautfarbe. Sie haben beschlossen, bei der Challenge mitzumachen, um aufzuzeigen, was das "Privileg der Weißen" eigentlich bedeutet. Unter den aussagekräftigsten Videos sind diejenigen, die von Paaren unterschiedlicher Hautfarbe gepostet wurden, wie das von Buffie Purselle und ihrem Mann.

Natürlich haben diese Videos gerade jetzt eine umso größere Wirkung, wo die Vereinigten Staaten eine Zeit der Unruhen durchmachen. Ausgelöst wurden sie durch George Floyds Tod, ein Afroamerikaner, der während einer Festnahme durch die Polizei verstarb. Riesige Demonstrationen finden seit einigen Tagen auf der ganzen Welt statt, um George Floyd und allen anderen Opfern von Polizeigewalt zu gedenken.

Von Martin Gerst

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