„Ultralight Aircraft“: Fliegendes Auto von Amateur-Ingenieur überrumpelt VW & Co.

„Ultralight Aircraft“: Fliegendes Auto von Amateur-Ingenieur überrumpelt VW & Co.

Viele haben davon geträumt, er hat es erschaffen: Ein junger philippinischer Erfinder hat ein fliegendes Auto entwickelt. Das Fahrzeug ähnelt einer ultraleichten Riesendrohne und wurde vollständig aus Carbonfasern gebaut. Ein erster Testflug verlief erfolgreich.

Ein philippinischer Amateur-Ingenieur ist dabei, die großen Automobilhersteller der Welt im Rennen um das erste fliegende Auto zu überholen. Während für das Konzept für ein urbanes Luftfahrzeug, das vor Kurzem von Aston Martin vorgestellt wurde, bisher nur ein Entwurf vorliegt, hat das Modell eines jungen philippinischen Ingenieurs bereits abgehoben. Das beweist der erste Testflug, der vor ein paar Tagen erfolgreich durchgeführt worden ist.

„Wir hatten mit ungünstigen Witterungsbedingungen zu kämpfen. Daher mussten wir etwas warten, bis wir unseren Prototypen endlich unseren Fans zeigen konnten", erklärt Kyxz Mendiola, ein junger Ingenieur aus Quezon City, der ehemaligen Hauptstadt des Landes auf der Insel Luzon.

Ein hybrides Drohnen-Auto

In sechs Jahren Arbeit haben der Genie-Erfinder und sein Team, die unter dem Namen Koncepto Millenya zusammengearbeitet haben, es geschafft, dieses technologische Schmuckstück zu entwickeln. „Ich wollte, dass es ein Sportwagen wird, so etwas wie ein fliegender Lamborghini. Die Umsetzung war ein [langer] Trial-and-Error-Prozess. Manche Materialien erhitzten sich während des Gebrauchs. Andere funktionierten nicht wirklich“, erinnert sich Kyxz Mendiola.

Aber nach mehreren Jahren der Ausarbeitung ist es den Entwicklern des „Ultalight Aircrafts“ endlich gelungen, die ideale Formel zu finden. „Es ist ein Fahrzeug, das einem fliegenden Auto ähnelt. Für das Fliegen nutzt es die Technologie von Drohnen oder Multikoptern. Letztendlich handelt es sich um ein Drohnen-Auto. Eine seiner Haupteigenschaften ist ein System mit zwei Batterien. So kann das Fahrzeug auch noch fliegen, wenn eine der Batterien leer ist“, erklärt Kyxz Mendiola.

Eine Viertelstunde in der Luft

Dieses ausgeklügelte Batteriesystem lässt sich in zweieinhalb Stunden aufladen und ermöglicht dem „Ultralight Aircraft“ 12 bis 15 Minuten Flugzeit. Das „ultraleichte Drohnen-Auto“ hat sein sehr geringes Gewicht seinem Rahmen zu verdanken, der vollständig aus Carbonfaser-Verbundstoffen und Aluminium besteht. Trotzdem trägt er bis zu 100 Kilogramm Gewicht.

Nach dem erfolgreichen Jungfernflug ihrer Erfindung wendet sich das Team von Koncepto Millenya nun mit einem Aufruf an potentielle Investoren. Das Ziel der Firma ist es, die Flugmaschine so schnell wie möglich zu vermarkten und zugleich mit der Arbeit an einer verbesserten Version davon zu beginnen. „Ich habe die Absicht, eine Version mit zwei Sitzplätzen industriell herstellen zu lassen, wenn ich es schaffe, einen Verkaufserfolg zu erzielen“, plant Kyxz Mendiola.

Das Rennen um die Entwicklung von fliegenden Autos hat hiermit begonnen, und es könnte gut sein, dass der philippinischer Outsider seinen britischen Konkurrenten Aston Martin mit deutlichem Vorsprung besiegt.

• Carina Levent
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