Bis zu 10 Prozent der Deutschen leiden am Restless-Legs-Syndrom!

Das Restless-Legs-Syndrom ist eine neurologische Störung, bei der der Patient das Bedürfnis hat, seine Beine pausenlos zu bewegen.

 

Definition: Was ist das Restless-Legs-Syndrom?

Beim Restless-Legs-Syndrom hat der Patient infolge einer neurologischen Störung das Bedürfnis, seine Beine pausenlos zu bewegen. Oft tritt das Bedürfnis, die Beine zu bewegen, abends und nachts auf, also dann, wenn sich der Körper ausruht. Das Restless-Legs-Syndrom nennt man auch Willis-Ekbom-Krankheit oder auch Syndrom der ruhelosen Beine. 2 bis 15 Prozent der Weltbevölkerung sind daran erkrankt, in Deutschland sind es 5 bis 10 Prozent, vor allem Frauen. 

Symptome des Restless-Legs-Syndrom 

Das Hauptsymptom des Restless-Legs-Syndrom ist natürlich das Bedürfnis, die Beine zu bewegen. Oft kommen noch Juckreiz, Schmerzen, Kribbeln oder Piksen dazu. Diese unangenehmen Nebenwirkungen werden durch die Bewegung der Beine ausgeglichen. Dabei wird manchmal nur ein Bein bewegt, manchmal sind beide Beine betroffen, in einigen Fällen auch die Arme. Die Symptome des Restless-Legs-Syndrom treten vor allem abends auf, wenn sich die betroffene Person ausstreckt. In 80 Prozent der Fälle sind die Bewegungen der Beine unfreiwillig und treten im Schlaf auf. So kann es zu chronischen Schlafstörungen kommen und zu latenter Müdigkeit tagsüber.

Gründe für das Restless-Legs-Syndrom

Der Ursprung des Restless-Legs-Syndrom ist unbekannt. Doch die Krankheit ist mit zwei Faktoren verbunden: Eisenmangel und Mangel an Dopamin in Gehirn und Rückenmark. Meist hat das Restless-Legs-Syndrom einen genetischen Ursprung. Doch es kann auch andere Gründe geben, wie etwa:

- Diabetes

- Multiple Sklerose

- Nierenversagen

- Rheumatoide Arthritis

- Faser-Muskel-Schmerz

- Schwangerschaft

- Verschiedene Medikamente

- Tabak- oder Alkoholkonsum 

Diagnose des Restless-Legs-Syndroms

Für die Diagnose stützt sich der Arzt auf die Analyse der Symptome, der Familien- und der Medikamentengeschichte des Patienten. Außerdem kann er Blut- oder Muskeltests durchführen oder den Schlaf untersuchen lassen.

Behandlung des Restless-Legs-Syndroms

Zunächst ist es wichtig, den Grund für das Restless-Legs-Syndrom festzustellen, um es dann effizient behandeln zu können. Beispielsweise durch die Zufuhr von Eisen. Sollte das Syndrom nur leicht auftreten, kann eine gute Gesundheitsförderung schon helfen. Der Patient kann etwa zu festen Uhrzeiten schlafen gehen und aufstehen, regelmäßig Sport treiben, sich ausgeglichen ernähren und Alkohol und Kaffee vermeiden. Sollte dies nicht reichen, gibt es auch Medikamente. Es handelt sich um Medikamente, mit denen der Dopaminmangel ausgeglichen werden soll. Auch wenn sie das Syndrom nicht heilen, können sie es eindämmen. Der Patient kann so besser schlafen.

Was sollte man beim Restless-Legs-Syndrom tun?

Sollte das Syndrom auftreten, können einige Maßnahmen helfen, beispielsweise:

- Aufstehen und für einige Minuten spazieren gehen,

- die Beine massieren,

- Kompressen anlegen,

- sich auf eine andere Aktivität konzentrieren.

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