Deutscher Sportartikelhersteller hat geniale Idee gegen Plastikmüll im Meer

Deutscher Sportartikelhersteller hat geniale Idee gegen Plastikmüll im Meer

Was sich Adidas da ausgedacht hat, um Plastikmüll in den Weltmeeren entgegenzuwirken, ist so ebenso einfach wie genial.

Adidas meint es offenbar ernst mit dem Umweltschutz. Das Unternehmen verbannte zunächst alle Plastiktüten aus seinen Stores, dann lief der FC Bayern mit Adidas-Trikots auf, die aus Ozeanmüll recycelt worden waren. Der Konzern scheint es ernst zu meinen, denn jetzt ist bereits das nächste Produkt auf dem Markt: Der Sneaker „UltraBoost Uncaged Parley“. Das Besondere: Dieser Sportschuh ist komplett aus Plastikmüll hergestellt. 

Optisch unterscheidet sich das Modell kaum von anderen Sneakers der Marke, lediglich seine Herstellungsmaterialien sind revolutionär. Bislang ist der Schuh ein Renner. Adidas gab jetzt erste Verkaufszahlen bekannt: „Im letzten Jahr haben wir eine Million Schuhe aus Ozeanplastik verkauft“, sagt Konzernchef Kaspar Rorsted stolz. Bereits vor gut einem Jahr eröffnete Eric Liedtke, Vorstandsmitglied bei Adidas: „Unser erklärtes Ziel ist es, reine Kunststoffe vollständig aus unseren Lieferketten zu entfernen.“ Ein Vorhaben, das man nur gutheißen und unterstützen kann.

Elf Plastikflaschen brauche man für einen Schuh, sagt Adidas. Dabei besteht das Obermaterial des Schuhs zu 95 Prozent aus Ozeanplastik, die Sohle aus Naturgummi, die Schnürsenkel aus recyceltem PET. Eine nette Idee, die andere Konzerne hoffentlich zum Nachmachen anregt. Angesichts der Millionen Tonnen Müll, die zur Zeit in unseren Weltmeeren treiben, stünde jedenfalls genug Produktionsmaterial zur Verfügung.

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• Simon Nowak
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