Ausgerechnet zur WM: Jogi Löw beichtet, wie es ihm wirklich geht

Ausgerechnet zur WM: Jogi Löw beichtet, wie es ihm wirklich geht

Die WM 2018 steht vor der Tür. Doch jetzt sorgt Jogi Löw mit einem Interview für Sorgenfalten. Dabei wäre eigentlich der Zeitpunkt, um fokussiert und energiegeladen nach vorne zu schauen.

Im Interview mit Kurier.at erzählt der Bundestrainer, wie es ihm wirklich geht. Und lässt dabei durchblicken, dass ihm manchmal einfach alles zu viel wird.

„Da würde ich manchmal am liebsten aus dem Fenster springen“ 

Offen erzählt der Bundestrainer, dass er sich wohl nie ganz an das Leben in der Öffentlichkeit gewöhnen werde. „Du spürst die Blicke“, so der 58-Jährige, „was macht er, was tut er? Ich weiß nicht, ob man das lernen kann, dass man sich irgendwann so frei fühlt, dass einem das nichts mehr ausmacht.“ Besonders schlimm sei es für ihn, wenn er im Zug sitze: „Es steigen Fans ein und die erkennen mich und singen ein Lied. Ehrlich, da würde ich manchmal am liebsten aus dem Fenster springen. Ich weiß, dass es nett gemeint ist, aber es nicht immer einfach für mich.“ Auch wenn Fans bei ihm zuhause in Freiburg an der Tür klingeln und nach Tickets für die WM fragen, sei das eine eigenartige Situation. 

Mit Normalität gegen das Leben im Rampenlicht  

Dennoch hat der 58-Jährige eine Methode gefunden, mit all dem umzugehen: Sich so normal wie möglich zu verhalten. So lasse er es sich beispielsweise auch nicht nehmen, einfach mal ins Kino zu gehen: „Daheim in Freiburg ist es sowieso nicht so schlimm. Da kennen mich die Leute, und wahrscheinlich habe ich da inzwischen alle schon durch mit einem Foto”, so der Trainer der Nationalelf. In anderen Städten hingegen sei es schlimmer. Doch trotz allem sei er dankbar für seine Position und freue sich auf die WM: „Trainer bei der deutschen Nationalmannschaft zu sein, das ist natürlich schon etwas Besonderes.“

• Maximilian Kunze
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