Herpes genitalis

Herpes genitalis ist eine sexuell übertragbare Infektion (STI) an den Genitalien. Was sind die Symptome und wie behandelt man Genitalherpes?

Herpes genitalis Definition: Was ist Genitalherpes?

Herpes genitalis ist eine sexuell übertragbare Infektion (STI) an den Genitalien. Er ist gekennzeichnet durch einen Ausbruch von schmerzhaften Bläschen.

Herpes genitalis gehört wie der Herpes labialis oder Lippenherpes zu den Herpes-Typen. Er wird durch den Herpes-simplex-Virus-2 oder HSV-2 verursacht. In seltenen Fällen können die Herpes simplex-Virus Typ 1 oder HSV-1 (verantwortlich für Lippenherpes) die Ursache sein, vor allem nach oralen Sex-Praktiken.

Bei Herpes handelt sich um eine chronische Infektion: er entwickelt sich in Schüben und hat in der Regel viele Rezidive. Man schätzt, dass zwischen 15% und 25% der Bevölkerung weltweit daran leiden.

Infiziert sich eine Frau im letzten Drittel der Schwangerschaft mit Genitalherpes, besteht während der Geburt ein erhöhtes Ansteckungsrisiko für das Neugeborene. Daher wird in solchen Fällen ein Kaiserschnitt empfohlen.  

Herpes genitalis Symptome: wie kann man Genitalherpes erkennen?

Die erste Infektion bleibt in der Regel still und unbemerkt. Das Virus nistet sich im Körper  ein und wird latent. Wenn der Genitalherpes reaktiviert wird, verursacht er Ausbrüche von Symptomen, sogenannte Rezidive, deren Dauer in der Regel zwischen 5 und 10 Tagen liegt. Sie kennzeichnen sich auf Grund eines Bündels von kleinen transparenten Bläschen, die dann platzen und eine Kruste bilden. Diese vom Genitalherpes verursachten Läsionen können sich beim Mann am Penis, dem Hodensack, dem Gesäß oder Anus befinden; bei der Frau treten die Symptome des Herpes genitalis an der vaginalen Öffnung, an der Vulva, auf dem Hals des Uterus sowie am Gesäß oder dem Anus auf.

Einige Symptome können ein oder zwei Tage vor einem Genitalherpes Stoß auftreten und sind durch Jucken, Kribbeln, Brennen oder Taubheit und Schmerzen zu erkennen.

Ursachen und Ansteckung des Herpes genitalis

Herpes genitalis ist eine sehr ansteckende Krankheit. In den meisten Fällen verbreitet sich Herpes genitalis durch direkten Kontakt zwischen zwei Menschen, vor allem während dem Anal- oder Vaginalverkehr. Das Risiko der Ansteckung ist am Anfang des Auftretens des Herpes genitalis höher, also dann wenn die Bläschen da sind, denn diese beinhalten die Flüssigkeit, in der sich die Viren befinden.

Jedoch ist keine Übertragung möglich durch indirekten Kontakt mit kontaminierten Gegenständen, da die HSV-2 Viren außerhalb des Körpers sehr schnell absterben.

Therapie und Behandlung von Herpes genitalis: was hilft bei Genitalherpes und wie kann man ihn vorbeugen?

Eine orale Einnahme antiviraler Mittel, kann die Symptome vermindern und die Heilung beschleunigen. Die Behandlung des Genitalherpes wirkt besser, je früher sie begonnen wird. Es ist jedoch nicht möglich, das schlafende Virus zu beseitigen und dauerhaft zu heilen.

Bei häufigen Rezidiven (mehr als sechs pro Jahr) oder gefährdeten sexuellen Partnern, ist es ratsam, die Behandlung als präventive Maßnahme zu verlängern, um Ausbrüche von Genitalherpes vorzubeugen.

Von einer lokale Behandlung mit Cremes oder Salben wird abgeraten, da dies die Verletzungen verschlimmert und die Heilung verzögert. Es wird empfohlen, regelmäßig die Verletzungen zu waschen und Luft daran kommen zu lassen.

Auch einige Hausmittel wie zum Beispiel Teebaumöl können bei Herpes Genitalis eine Linderung der Beschwerden bewirken. 

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