Asperger-Syndrom: Definition, Symptome und Behandlung bei Erwachsenen und Kindern

Asperger-Syndrom: Definition, Symptome und Behandlung bei Erwachsenen und Kindern

Das Asperger-Syndrom ist eine autistische Störung, die sich vor allem in Schwierigkeiten in der Kommunikation und beim Aufbauen von sozialen Beziehungen äußert.

Definition: Was ist das Asperger-Syndrom?

Das Asperger-Syndrom ist eine autistische Störung. Es gehört zu den Störungsbildern des autistischen Spektrums und zu den Entwicklungsstörungen, welche sich durch Kommunikationsprobleme und Schwierigkeiten, soziale Beziehungen aufzubauen, charakterisieren lässt. Allerdings liegt hierbei keinerlei geistige Behinderung und kein Sprachentwicklungsrückstand vor.

Das Asperger-Syndrom bricht ab der Kindheit aus und betrifft deutlich mehr Jungen als Mädchen. Schätzungen zufolge sind etwa 500.000 Personen weltweit davon betroffen.

Symptome des Asperger-Syndroms

Das Asperger-Syndrom manifestiert sich durch die folgenden klinischen Symptome:

- Kommunikationsprobleme und Schwierigkeiten beim Verständnis von sozialen Kontexten (Körpersprache, stillschweigende soziale Übereinkünfte)

- Begrenztes Spektrum an Interessen: Ein Hang zur Besessenheit in einem bestimmten Bereich

- Motorische Ungeschicklichkeit: Wiederholungen von Bewegungen und/oder unkontrollierte Bewegungen

- Hypersensibilität (Hyperakusis): Schwierigkeiten, laute Umgebungen zu ertragen

- Wichtigkeit von Routine: Schwierigkeiten, mit Unvorhergesehenem umzugehen

- Reicher Wortschatz dank eines guten Gedächtnisses

Diagnose des Asperger-Syndroms

Das Asperger-Syndrom ist sehr schwierig zu diagnostizieren, da keine mentale Retardierung vorliegt. Die Symptome können mit verschiedenen Verhaltens-, Sprach- oder Entwicklungsstörungen zusammenhängen.

Die ersten Anzeichen des Asperger-Syndroms treten schon in den ersten Monaten oder Jahren des Lebens in Erscheinung (keine sozialen Verhaltensweisen mit 1 Jahr, mit 18 Monaten spricht das Kind noch nicht, Verlust der Sprache, ...). Meist wird das Asperger-Syndrom erst ab einem Alter von 10 Jahren diagnostiziert. Es wird mit spezifischen Tests, Beobachtungen, einem Sprachtest und in Gesprächen mit der Familie und der Schule nachgewiesen.

Behandlung des Asperger-Syndroms

Leider gibt es keine kurative Behandlung für das Asperger-Syndrom. Eine multidisziplinäre Behandlung kann die Auswirkungen begrenzen. Es kann sich dabei um eine logopädische Therapie, eine Verhaltens- oder eine Psychotherapie handeln. Eine medikamentöse Behandlung kann ebenfalls in Betracht kommen, um die autistischen Störungen zu reduzieren.

Das Asperger-Syndrom beim Erwachsenen

Im Erwachsenenalter charakterisiert sich das Asperger-Syndrom durch dieselben Symptome wie bei Kindern. Die Behinderung ist nicht auf den ersten Blick sichtbar, weshalb soziale Beziehungen zu Menschen, mit denen der Betroffene im Alltag zu tun hat, kompliziert sein können.

Die betroffene Person kann bei der Integration in die Gesellschaft unterstützt werden. Die Form der Unterstützung variiert je nach Ausprägung der Krankheit.

• Carina Levent